In der Zielrunde

In dieser Woche werden wir vielleicht erfahren, wer Israels nächster Premierminister sein wird. Wer wird als erster das Ziel erreichen?

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Wir stehen am beginn einer weiteren dramatischen Woche. Aber keine Sorge, diesmal geht es „nur“ um die politische Zukunft unseres Landes.  Noch bis Mittwoch hat Yair Lapid Zeit, unserem Präsidenten mitzuteilen, ob er es geschafft hat, eine Regierungskoalition zu bilden. Und so wie es zurzeit aussieht, kann es gut sein, dass wir schon in dieser Woche eine neue Regierung haben werden, ohne Netanjahu.

Aber Sie kennen sicher den Satz „der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten“. Netanjahu wird keine Versuche unterlassen, den Regierungswechsel im letzten Moment doch noch zu verhindern. Das war jedenfalls die Schlussfolgerung der Gespräche in unserer Familie am Wochenende. Sie wissen ja, bei uns redet man sehr gerne über Politik.

Als in unseren Gesprächen dann Naftali Bennet erwähnt wurde, der während der Operation „Wächter der Mauern“ lautstark verkündet hatte, die Idee einer Regierung zusammen mit Yair Lapid sei nicht mehr relevant,  und jetzt plötzlich doch wieder zurück zu ihm zu gehen scheint, um seinen Traum, Premierminister zu werden, doch noch zu erfüllen, musste ich plötzlich an meine Einkäufe im Supermarkt denken. Sie fragen sich jetzt sicher, was die Regierungsbildung mit einem Einkauf im Supermarkt zu tun hat. Ich erkläre es Ihnen. Wenn ich meinen Einkauf beendet habe und mich dann in Richtung Kasse bewege, versuche ich schon von weitem die Warteschlange zur Kasse zu erkennen, wo man am schnellsten zum ans Ziel, sprich an die Kasse, kommt.

An welcher Kasse geht es am schnellsten?

Während ich dann in einer bestimmten Reihe warte, werfe ich ständig ein Auge auf die Reihen neben mir. Vielleicht geht es dort am Ende doch schneller als in meiner Reihe. So kann es passieren, dass ich während des Schlangestehens mehrmals die Warteschlange wechsel, um schneller ans Ziel zu kommen. Und genau das scheint auch Naftali Bennet zu tun. Während der Operation in Gaza sah er für Lapid keine Chance, zusammen mit den linken Parteien und mit Unterstützung einer arabischen Partei eine Regierung aufzubauen. So wechselte er in die Reihe von Netanjahu, wo es anscheinend etwas schneller ging. Doch dann war die Operation beendet und plötzlich schien es so, als würde es bei Lapid wieder schneller in Richtung Kasse gehen.

Und jetzt warten wir auf eine für heute angekündigte Mitteilung von Naftali Bennet. Wird sein Traum, Premierminister zu werden, tatsächlich in Erfüllung gehen? Warten wir es ab. Ich gehe seit einiger Zeit übrigens viel lieber zu den Selbstbedienungskassen im Supermarkt. Und nun das Wetter.

 

Das Wetter für heute in Israel

Heiter bis teilweise bewölkt und etwas wärmer. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 28 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 34 Grad, am Toten Meer 33 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 37 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um weitere zwei Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209,325 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 52,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

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