Alte und neue Probleme

Corona wird immer mehr aus den Schlagzeilen verdrängt. Nun müssen wir uns mit neuen und leider auch alten Problemen befassen. Wird es zu einem Krieg in der Ukraine kommen? Und bei uns? Stehen wir wegen der Unruhen in Sheikh Jarrah vor einer neuen Welle der Gewalt?

| Themen: Russland, Ukraine, Guten Morgen, Sheikh Jarrah
Reisende am Ben Gurion Flughafen bei der Flugabfertigung für den Flug in die Ukraine. Haben sie keine Angst vor einer russischen Invasion? Foto: Tomer Neuberg/Flash90

Guten Morgen, liebe Leser!

Schon gestern hatte ich erwähnt, dass Corona und Omikron hier bei uns fast kein Thema mehr seien. Und das sehe ich auch heute wieder, wenn ich in die verschiedenen Internetportale schaue. Ich muss richtig suchen, um einen Artikel über Corona zu finden. Mittlerweile gibt es eben viel interessantere Themen. Allen voran die Sorge um eine russische Invasion in die Ukraine. Damit werden bei uns momentan die Nachrichten eröffnet. Ein Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird auch auf Israel Auswirkungen haben. Israel pflegt mit beiden Ländern gute Beziehungen. Doch wie wird sich unsere Regierung im Fall einer russischen Aggression verhalten? Für Israel sind gute Beziehungen zu Russland wichtig.  Schon wegen der Angriffsflüge in Syrien, die bis jetzt von Russland hingenommen wurden. Kann es Israel sich erlauben, zusammen mit anderen Staaten der Welt gegen Russland zu sprechen? Wie empfindlich die ganze Situation ist, hatte Israel schon vor einer Woche zu spüren bekommen, als unser Außenminister und „Auswechsel-Ministerpräsident“ Yair Lapid wegen seiner Äußerungen zum Konflikt den ukrainischen Botschafter in Israel verärgerte.

Interessant ist, dass es trotz der Aufforderung Israels an seine Bürger, die Ukraine sofort zu verlassen, noch immer Menschen gibt, die vom Ben Gurion Flughafen in die Ukraine fliegen. Kann es sein, dass wir uns die Situation in der Ukraine viel dramatischer und gefährlicher vorstellen, als sie tatsächlich ist? Mit Israel ist es ja eigentlich nicht anders. Wer hier nicht lebt und sich nur auf die Nachrichten verlässt, die ihm von den Medien vorgesetzt werden, denkt ja auch, dass es hier bei uns sehr gefährlich ist.

Ja, auch hier gibt es immer wieder Spannungen, wie Sie als Leser von Israel heute sicherlich wissen. Gestern haben wir von der angespannten Lage um die Unruhen im Jerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah, oder Shimon haTzadik, wie sie auf Hebräisch genannt wird, berichtet. Nun hat der rechte Knessetabgeordnete Itamar Ben Gvir wie schon im letzten Jahr sein Büro wieder in diesen Stadtteil verlegt und dadurch die so schon angespannte Lage noch weiter angeheizt. Im Mai 2021 begann kurz nach der Verlegung seines Büros die Auseinandersetzung mit der Hamas im Gazastreifen. Ich hoffe, dass uns das diesmal erspart bleiben wird. Allerdings hat die Hamas gestern bereits davor gewarnt, dass die momentanen Unruhen in Sheikh Jarrah zu einer erneuten Welle der Gewalt führen könnten. Werden sich die Ereignisse vom Mai 2021 wiederholen?

Unruhen in Sheikh Jarrah. Werden sie zu einer größeren Welle der Gewalt führen? (Foto: Jamal Awad/Flash90)

Sie sehen, auch ohne Corona haben wir genug Probleme in unserem Land. Und ich habe diesmal nicht einmal die Probleme um die hohen Lebenskosten erwähnt. Und jetzt zum Wetter, auch immer wieder ein interessantes Thema.

 

Das Wetter für heute in Israel

Noch ist der Frühling trotz des sonnigen Tages gestern nicht da. Heute soll es wieder etwas kühler werden. Im Norden und Zentrum des Landes können sogar ein paar Regentropfen fallen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Haifa 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 19 Grad, am Toten Meer 20 Grad, Beersheva 17 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter angestiegen und liegt jetzt bei -209.975 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen  1.175 Meter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Montag. Schön, dass Sie bei uns sind. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

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