Immer mehr Soldaten wählen Cyber-Einheiten, auf Kosten der Kampfeinheiten

Die Israelische Armee (IDF) hat gestern Statistiken bezüglich der Rekrutierungen in den Wehrdienst veröffentlicht. Aus den Zahlen geht hervor, dass sich immer weniger Wehrpflichtige für den Dienst in einer Kampfeinheit interessieren und stattdessen lieber in einer der neuen Cyber- und Technologie-Einheiten eingesetzt werden wollen.

von | | Themen: Cybersicherheit

Bild: Junge Soldaten bei der Rekrutierung (Tomer Neuberg/Flash90)

Die Israelische Armee (IDF) hat gestern Statistiken bezüglich der Rekrutierungen in den Wehrdienst veröffentlicht. Aus den Zahlen geht hervor, dass sich immer weniger Wehrpflichtige für den Dienst in einer Kampfeinheit interessieren und stattdessen lieber in einer der neuen Cyber- und Technologie-Einheiten eingesetzt werden wollen.

Seit dem vergangenen Jahr ist die Zahl der jungen Soldaten, die als Kämpfer dienen wollen, rückgängig. Immer mehr junge Soldaten wollen während ihres Wehrdienstes eine Ausbildung für den Tag danach erhalten, nach ihrer Entlassung aus dem Wehrdienst und dem Eintritt ins zivile Leben, und wählen daher den Dienst in einer der Cyber- oder Computer-Einheiten der Aufklärungsabteilung der Israelischen Armee. Soldaten der Computer-Einheiten sind bei den High-Tech-Gesellschaften sehr gefragt, viele ehemalige Soldaten bekommen sehr schnell eine Anstellung mit sehr guten Gehältern.

Während sich im vergangenen Jahr noch 71% der eingezogenen Soldaten für den Dienst in einer der Kampfeinheiten interessierte, waren es in diesem Jahr 69.8%. Der Unterschied mag klein erscheinen, aber er zeigt, in welche Richtung sich die Armee bewegt. Die neuen Computer-Einheiten leisten einen sehr wichtigen Dienst zur Vereitlung von Terrorangriffen, jedoch darf dies nicht auf Kosten der Kampftruppen sein. Die Armee ist nun dabei, Programme zu entwickeln, um den Dienst in einer Kampfeinheit wieder attraktiver zu machen. So ist geplant, Soldaten dieser Einheiten nach ihren Wehrdienst das Studium oder eine Berufsausbildung zu finanzieren. Auch ist der Sold, den die Soldaten während ihres Wehrdienstes erhalten, besonders für Soldaten der Kampftruppen deutlich erhöht worden.

Der stellvertretende Armeechef General Yair Golan sagte, dass man nun die Gelegenheit hätte, einen besseren Bund zu schließen, ein Bund zwischen dem Volk und denen, die ihm dienen und bereit seien, für ihn das Leben zu opfern. Es sei richtig, denen mehr zu geben, die einen grösseren Beitrag leisteten.

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