Guten Morgen Israel – Urlaub im Ausland? Warum eigentlich?

Ein abendlicher Besuch in Jerusalem kam uns vor, wie ein Urlaubstag im Ausland

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Ist es nicht erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht? Wir haben schon wieder Mittwoch und irgendwie kann ich schon das Wochenende spüren. Und ab morgen beginnt man dann auch, sich gegenseitig „Schabbat Schalom“ zu wünschen. Ich denke, das liegt daran, dass sich eben jeder nach dem Schabbat, dem Wochenende sehnt. Mir wurde sogar schon einmal am Mittwochabend „Schabbat Schalom“ gewünscht. Das war im Supermarkt, wo ich meinen ersten Einkauf für das Wochenende gemacht hatte. Ich bin weben nicht allein, dachte ich mir. Viele beginnen die Vorbereitungen für das Wochenende schon am Mittwoch.

Wir erwarten diesmal auch wieder unseren Sohn mit seiner Freundin aus Tel Aviv. Er zog es in der letzten Woche vor, zu Hause zu bleiben, das er sich während eines eintägigen Reservedienstes in seiner Armee-Einheit mit vielen Menschen getroffen hatte. Dort gab es leider einige Fälle von Coronakranken. Daher wollte er lieber eine Woche warten, um uns nicht zu gefährden. Ja, so ist das im Corona-Alltag.

Wir haben uns daran gewöhnt, ich sehe täglich die Zahlen der Neuinfizierungen, die im Fernsehen auf nett gestalteten Tafeln gezeigt werden, so, wie die aktuellen Zahlen der Börse oder das Wetter gezeigt werden. Corona-Alltag.

Am Anfang dieser Woche hatten meine Frau und ich etwas in Jerusalem zu tun. Als wir mit den Erledigungen fertig waren, wollten wir noch etwas spazieren gehen. Wir wurden von unserer Tochter begleitet. So sind wir dann in die Stadt gefahren und in Richtung Machane Jehuda Markt gegangen, den ich normalerweise nur am Tag kenne, nicht am Abend. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal gegen 20 Uhr auf dem Markt war.

Als wir dort ankamen, war die Atmosphäre ganz anders als sonst. Ich wusste ja, dass der Markt am Abend sein Gesicht verändert, war aber dennoch beeindruckt.


VIDEO: Der Machane Jehuda Markt am Abend

Überall in den Gängen des Marktes wurden Tische aufgestellt. Der ganze Markt wurde zu einem einzigen großen Pub. Musik aus allen Ecken. Hier und da sah ich sogar schon ein paar tanzende Menschen. Genau da, wo ich sonst meinen Fisch zum Schabbat kaufe.

Wir waren etwas hungrig und sichten einen Platz, um etwas zu essen. Vor dem Eingang zum Markt in der Agrippas-Straße fiel uns ein neu gebautes Gebäude auf mit einem neuen Restaurant, das ich noch nicht kannte. „Latin Street Food“ stand dort auf Englisch. Südamerikanische Musik schallte uns entgegen. Plötzlich war Jerusalem verschwunden, ich verstand nur noch Spanisch.

Abstecher nach Südamerika

Das Essen dort war sehr lecker, es war das erste Mal seit März, das wir in einem Restaurant gesessen haben. Wir fühlten uns wie auf einer Reise im Ausland, vielleicht vermissen wir den Urlaub im Ausland doch ein wenig. Nach ein paar Fotos kehrten wir dann in unser Jerusalem zurück, das sich an diesem Abend in einem ganz anderen Licht zeigte.

Ich denke, wir werden jetzt wieder mehr zusammen irgendwo hinfahren. Es gibt so viele Möglichkeiten in unserem Land. Wann war ich das letzte Mal am Toten Meer oder am See Genezareth? Das verrate ich Ihnen nicht, das ist mir fast peinlich.

Überhaupt ist diese Corona-Ära eine wunderbare Gelegenheit, das eigene Land kennenzulernen, dem können Sie mir sicher zustimmen. Daher sollten wir das Beste aus dieser Zeit machen. Und bis Sie uns dann endlich wieder hier in Israel besuchen können, werden wir versuchen, ihnen unser Land so nah wie möglich zu bringen.

Jerusalem am Abend

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt bis heiter und vor allem im Landesinneren und in den Bergen endlich etwas kühler, also weniger heiß. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 35 Grad, am Toten Meer 37 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist  um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209.41 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen 61 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Übrigens bieten wir Ihnen noch bis heute Mittag freien Zugang zu allen unseren Inhalten hier auf der Internetseite. Besuchen Sie den Mitgliederbereich und unser Magazin-Archiv der letzten Jahre. Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Mittwoch. Bleiben Sie gesund!

Schalom aus Modiin!

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