Themen: Guten Morgen

Guten Morgen Israel – Leere Baustellen

In den Coronatagen blieben die arabischen Bauarbeiter in ihren Dörfern.

Guten Morgen Israel – Leere Baustellen
Ayala Shalmayev

Boker Tov liebe Leser!

Ayala

Wie wir schon einmal berichtet haben,  kommen täglich ca. 100.000 palästinensische Araber aus dem sogenannten “Westjordanland” über “die Grenze nach Israel”, um dort auf Baustellen zu arbeiten. (Ich schreibe das in Anführungszeichen, da meiner Meinung nach das sogenannte “Westjordanland” das biblische Kernland Judäa und Samaria ist). Diese Arbeiter verlassen jeweils morgens in der Früh ihre Dörfer, gehen durch den ihnen am nächstgelegenen Checkpoint „nach Israel“ und kehren abends wieder in ihre Dörfer zurück. Kurz bevor die totale Quarantäne ausgesprochen wurde, vor ca. anderthalb Monaten, hatte Israels Regierung entschieden, diesen Arbeitern eine Aufenthaltsgenehmigung zu geben, damit sie bis auf Weiteres in Israel bleiben können und nicht mehr jeden Tag in ihre Dörfer zurückkehren mussten. Das war sehr clever, denn somit wurde garantiert, dass bei den vielen Baustellen in Israel auch während der ganzen Coronazeit tüchtig weitergebaut werden konnte.

Nachdem diese Arbeiter die obengenannte Genehmigung erhalten haben und in den palästinensischen Dörfern die ersten Coronafälle bekannt wurden, hat die Palästinensische Autonomiebehörde entschieden, alle Dörfer im “Westjordanland” „abzuriegeln“. Das bedeutete, dass niemand mehr aus den Dörfern hinaus oder herein konnte. Die Dorfbewohner waren über einen Monat lang „eingesperrt“. Natürlich konnten es die palästinensischen Führer auch nicht lassen, ihren Bürgern Lügengeschichten zu erzählen, wie z.B. dass Israel das Coronavirus produziert hätte, um damit das palästinensische Volk auszulöschen.

Auf jeden Fall kamen ab sofort keine Bauarbeiter mehr auf die Baustellen in unserer Siedlung. Von einem Tag auf den anderen wurde jegliche Arbeit eingestellt. Die palästinensische Polizei war in vollem Einsatz. Tag und Nacht bewachten sie die Eingänge der Dörfer. Bis heute sind die Arbeiter nicht zurückgekehrt. Es bleibt uns nicht anderes übrig, als abzuwarten und zu hoffen, dass bald fleißig weiter- und fertig gebaut werden kann.

Leere Baustelle

 

Kaputte Waschmaschine ermöglicht kurzen “Ausflug”

Da während der Coronazeit unsere Waschmaschine plötzlich nicht mehr funktionierte, waren wir gezwungen, trotz der Ausgangsbeschränkungen zu einem Elektrogeschäft nach Petah Tikva zu fahren, um die neue Waschmaschine, die wir online bestellt hatten, abzuholen. Wenn wir von unserer Siedlung Na’ale nach Petah Tikva fahren, sind wir schneller, wenn wir nördlich zum Rantis-Checkpoint fahren. Dadurch fuhren wir etwas länger durch Samaria. Was für eine schöne Umgebung! Hierzu ein paar Bilder von den arabischen Dörfern in unserer Umgebung:

Arabisches Dorf
Arabisches Dorf

 

Und jetzt das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem leichten Anstieg der Temperaturen Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 23 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 28 Grad, am Toten Meer 29 Grad, Beersheva 27 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei –208.91 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen noch 11 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Donnerstag und eine sichere Rückkehr in einen etwas anderen Alltag.

Schalom aus Na’ale!