Guten Morgen Israel – Corona – Ist das Ende in Sicht?

Nach 10 Monaten Corona sieht es so aus, als könnten wir das kommende Pessach-Fest wieder ganz normal feiern.

Guten Morgen Israel – Corona – Ist das Ende in Sicht?
Yonatan Sindel/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Ist der Spuk nun bald vorbei? Seit rund zehn Monaten befinden wir uns in dieser Corona-Routine. Erst waren wir total verängstigt, wir wussten nicht, was da plötzlich über uns hergefallen war und wie gefährlich dieses Virus sein wird. Als die Zahl der mit dem Virus Infizierten im März immer weiter nach oben ging, kam der erste Lockdown. Die Atmosphäre war fast apokalyptisch, wie aus einem Hollywood-Film entnommen, in denen beschrieben wird, wie ein Virus die ganze Menschheit bedroht, oder gar auslöscht oder in Zombies verwandelt, es gibt so viele Filme über dieses Thema. Besonders gruselig wurde es, als in unserem Wohnviertel draußen Fahrzeuge der Stadt durch die Straßen fuhren und Desinfizierungsmittel versprühten. Damals wollte ich noch nicht einmal den Müll nach draußen bringen. Im ersten Lockdown sind wir dann brav zu Hause geblieben, ich wagte mich noch nicht einmal, in den Supermarkt zu gehen. Stattdessen bestellten wir alles online. Und da wir dabei nicht die Einzigen waren, nahmen wir sogar eine Lieferzeit von zwei Wochen in Kauf! Hauptsache, wir mussten nicht nach draußen.

Beim zweiten Lockdown waren wir dann schon deutlich lockerer. Auch wenn Opfer der Krankheit zu beklagen waren, verstanden wir, dass das Coronavirus nicht so gefährlich ist, wie wir es zunächst befürchtet hatten. Wir lernten, damit umzugehen und mit dem Virus zu leben. Ok, nicht alle lernten es und bestanden darauf, weiter Hochzeiten mit hunderten von Gästen zu feiern oder eine Abifeier zu veranstalten. Immer wieder wurden im Fernsehen Bilder von Massenansammlungen oder Auseinandersetzungen mit Masken-Verweigerern gezeigt. Ach, wir haben eine verrückte Zeit hinter uns. Aber wir hatten uns an diesen neuen Corona-Alltag gewöhnt.

Das Leben ging weiter – Corona-Alltag in Jerusalem

Das Leben musste weitergehen, und es ging weiter, unser jüngster Sohn hat schon zehn Monate Armeedienst hinter sich, er begann ihn kurz vor dem Ausbruch des Coronavirus, und unsere Tochter schaffte es, an der besten Hochschule für Design angenommen zu werden und ist jetzt eine Studentin. So ist nicht alles schlecht in diesem Jahr 2020. Vielleicht haben wir auch einige Dinge dazugelernt. Es gab wieder mehr Familie, wir lernten Bescheidenheit, die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu schätzen. Das sollten wir nicht vergessen.

Und jetzt, 10 Monate nach dem Ausbruch von Corona sieht es so aus, als könnten wir das kommende Pessach-Fest vielleicht wieder ganz normal feiern. Ab Mittwoch nächste Woche soll hier bei uns mit den Schutzimpfungen gegen Corona begonnen werden. Und ich habe mich dazu entschieden, nicht zu warten, denn wir haben keine andere Wahl. Wer sich impfen lässt, soll einen sogenannten “grünen Ausweis” bekommen, so eine Art Freischein, der einem erlaubt, sich überall frei zu bewegen. Man kann dann endlich wieder in ein Kino gehen, ein Theater besuchen oder ins Ausland fliegen, ohne drei Tage zuvor einen Coronatest zu machen. Wie Sie habe ich genug von Corona. Ich will hier nicht mehr darüber schreiben. Wie mir vor Kurzem ein Leser auf unserer Facebookseite schrieb, gibt es so viel Interessantes zu schreiben über Israel. Er hat vollkommen recht und ich verspreche Ihnen, bald nur noch über die interessanten und schönen Dinge in unserem Land zu schreiben.

Und jetzt zum Wetter, das sich von Corona nicht beeinflussen lässt.

 

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt mit einem deutlichen Rückgang der Temperaturen. Gegen Nachmittag werden an der Küste Regenschauer mit Gewittern erwartet. Dabei weht ein starker Wind aus Südwesten. Gegen Abend wird sich der Regen auf den Norden und das Zentrum des Landes ausbreiten. An der Küste besteht die Gefahr von Überflutungen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 23 Grad, Beersheva 19 Grad, Eilat am Roten Meer 22 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei  – 209.975  m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 117,5  Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Gestern haben wir die 5. Kerze des Chanukka-Leuchters angezündet

Im Namen aller meiner Kollegen von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Dienstag. Bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!

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