Guten Morgen Israel – Ausflug nach Zippori

Jetzt, wo die Naturparks wieder geöffnet sind, konnten wir endlich die Ausgrabungsstätte in Zippori besuchen, die ich schon immer mal sehen wollte.

von Judith Jeries | | Themen: Guten Morgen
Ganz wie zu Jesu Zeiten! Der alte Mamor ist sehr gut erhalten. Man kann förmlich noch die alten Römerwagen rattern hören. Foto: Judith Jeries

Guten Morgen liebe Leser!

Schon seit sieben Jahren habe ich mir vorgenommen, einmal die Ausgrabungsstätte in Zippori in Galiläa zu besuchen. Jedes Mal, wenn ich daran vorbeigefahren bin, meistens auf dem Weg nach Nazareth, warf ich verstohlen einen Blick auf den Wegweiser und wünschte mir innig, es würde sich endlich einmal zeitlich eine Gelegenheit auftun. Hier in Israel gibt es so viele geschichtlich interessante Orte zu besuchen, dass man nie wirklich hinterherkommt. Und mir ist auch noch nie jemand begegnet, der wirklich alle historischen Orte gesehen hat. Es wird also nie langweilig im Land. Nicht umsonst sagen auch alle Besucher, die aus dem Ausland nach Israel kommen, dass sie unbedingt noch einmal wiederkommen müssen, denn es gibt noch so viele weitere Orte zu entdecken.

David Lazarus erwähnte vor knapp einem Jahr in seinem Artikel „Wie jüdisch war Jesus äußerst interessante Details zu Sepphoris, wie der Ort auf Griechisch genannt wurde, den ich doch schon seit Jahren einmal besuchen wollte. Mein Entschluss stand fest: Nichts wie hin! Dann kam uns der regenreiche Winter und danach die Corona-Krise dazwischen. Mittlerweile ist es so, dass die Naturparks in Israel wieder geöffnet haben, allerdings mit starken Einschränkungen. Häuser und Pavillions sind geschlossen, Freiluft-Ausstellungen nicht. Derzeit muss man sich vorher auf der Webseite der israelischen Naturpark-Behörde anmelden, wobei man eine vorgegebene Zeit aussuchen muss, da die Besucherzahlen eingeschränkt sind. Dann muss man ebenfalls online per Kreditkarte für die angegebene Personenzahl den Eintritt entrichten und bekommt alles per SMS bestätigt. Mit den Eintrittskarten und der Zahlungsbestätigung auf dem Handy wird man dann zur entsprechenden Zeit in den Naturpark eingelassen.

Zippori
Zippori ist eine relativ große Stadt gewesen. Man kann sich gut vorstellen, warum sie einst als Hauptstadt Galiläas galt.

Wir hatten drei Stunden Zeit. Es waren außer uns nur eine Handvoll weiterer Besucher da. Weil alles sehr weitläufig ist, kam es einem vor, als hätte man die Ausgrabungsstätte ganz für sich.

Ganz wie zu Jesu Zeiten! Der alte Mamor ist sehr gut erhalten. Man kann förmlich noch die alten Römerwagen rattern hören.

Zippori ist alten Quellen zufolge die Stadt, aus der Marias Eltern Joachim und Anna stammen, die Großeltern von Jesus. Ob Maria hier aufgewachsen ist? Man weiß es nicht, aber der Gedanke ist schon interessant! In der Bibel wird die Stadt nicht erwähnt, aber es gab in der Zeit, als Jesus in Nazareth aufwuchs, einen regen Markt in Zippori, das heißt Jesus muss bestimmt mit seinem Vater öfters dagewesen sein. Der Marktplatz und einige Marmor-Straßen sind noch ziemlich gut erhalten. Es ist sehr bewegend, auf diesen bestimmt 2000 Jahre alten Straßen entlangzuschlendern.

Der Kreuzfahrerturm war leider geschlossen, auch das Gebäude mit dem bekanntesten Mosaik, der „Mona Lisa Galiläas“. Dafür gab es jede Menge anderer Dinge zu entdecken, wie die vielen freiliegenden Mosaikböden, die Mikwen, das römische Theater und das Wasserversorgungssystem mit der außerhalb liegenden, riesigen langgezogenen Zisterne, die man teilweise durch Treppen auch betreten kann.

Das imposante römische Theater

Wir bei Israel Heute wünschen uns, dass auch Sie, liebe Leser, sich durch unsere Berichte immer wieder inspirieren lassen. Es gibt nicht nur vieles zu entdecken, das Land macht mit seiner Geschichte und den antiken Stätten auch auf eine Art die Bibel lebendig und zum Greifen nah. Was gibt es Schöneres!

 

Und jetzt das Wetter für heute in Israel:

Meistens sonnig und noch etwas wärmer. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 32 Grad, Beersheva 32 Grad, Eilat am Roten Meer 34 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist leider um weitere zweieinhalb Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 208.98 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen 18 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Im Namen aller meiner Kollegen von Israel Heute wünsche ich ihnen einen angenehmen und frohen Pfingstmontag. Bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus dem wunderschönen Galiläa im Norden Israels!

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