Raketeneinschlag in Sderot

Kurz vor 21 Uhr schlug eine aus dem Gazastreifen abgeschossene Rakete in der Stadt Sderot ein. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Aus dem Video

Nachdem nur einen Tag zuvor eine Rakete über dem Landkreis Eshkol vom Iron Dome abgewehrt werden konnte, wurde das Raketenabehrsystem gestern nicht aktiviert, als eine Rakete auf die Stadt Sderot abgefeuert wurde. Die Rakete traf eine Jeshiva, eine Religionsschule, deren Studenten zum größten Teil bereits ins Wochenende entlassen waren. Da die Jeshiva als öffentliches Gebäude raketensicher ist, drang die Rakete nicht in das Gebäude ein, sodass sich der Schaden in Grenzen hielt. Die sich noch in der Schule befindlichen Studenten kamen mit einem Schrecken davon.

Warum das Raketenabwehrsystem nicht aktiviert wurde, wird nun untersucht. So oft war es den Terroristen im Gazastreifen in den letzten Monaten gelungen, mit ihren Raketen Gebäude zu treffen.

Die Reaktion auf den zweiten Raketenangriff innerhalb von 24 Stunden ließ nicht lange auf sich warten. Die israelische Luftwaffe griff mehrere Terrorziele der Hamas an. Unter anderem wurde eine militärische Anlage der Marine-Einheit der Hamas zerstört.

Berichte von Verletzten durch die israelischen Angriffe gab es nicht. Für die Hamas waren die israelischen Angriffe keine Überraschung. Sie wurde nach dem Raketeneinschlag in Sderot erwartet. Auch bemüht sich die israelische Armee darum, das bei ihren Angriffen keine Menschenleben um Opfer fallen.

Nach den Angriffen wurden heute früh auf arabischer Seite die Ergebnisse der israeischen Reaktion veröffentlicht:

Erst gestern hatten die Terror-Organisationen im Gazastreifen eine Eskalation der Gewalt gegen Israel angekündigt, da Israel ihrer Meinung nach die Umsetzung der Vereinbarung zu einer Beruhigung der Situation herauszögert. Ob wir nun vor einer weiteren “Runde” stehen, wie die Auseinandersetzungen mit den Terroristen in Gazastreifen meistens bezeichnet wird, werden die nächsten Tage zeigen. Sollte die Hamas am heutigen Freitag viele Menschen mobilisieren, an dem traditionellen “Marsch der Rückkehr” teilzunehmen, wäre das ein Anzeichen für die angekündigte Eskalation. Sicherheitsexperten schossen gestern allerdings auch nicht aus, dass die Hamas die Unruhen am Grenzzaun heute verhindern werde, sollte sie nicht an eine Eskalation interessiert sein. Die nächtlichen israelischen Angriffe sind bis zur Stunde unbeantwortet geblieben.

Es ist ein Spiel, wie es schon in der Vergangenheit von den Terroristen gespielt wurde. Hier und da eine Rakete, dann die von ihnen erwartete israelische Reaktion mit Angriffen leerstehender Anlagen und Gebäude und danach Ruhe. Eine Ruhe, die täuscht. Für die Bewohner des Südens eine unmögliche Situation.

Die israelische Armee erklärte gestern, weiterhin für die Sicherheit der israelischen Bürger zu sorgen, doch eine Lösung für diese nicht zu akzeptierender Realität scheint trotz wiederholter Versprechen, noch niemand gefunden zu haben.

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