Freiheit!

Der Auszug aus der Corona-Krise kam rechtzeitig zu Pessach

von Michael Selutin | | Themen: Guten Morgen
Jerusalem Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Michael und Kinder

Am Fest der Freiheit des jüdischen Volks, erlebten wir tatsächlich die Befreiung, auf die wir so lange gewartet hatten. Nicht nur ist jetzt alles wieder geöffnet, es sind vor allem die normal laufenden Kindergärten und Schulen, die entnervten Eltern die Freiheit brachten.

Ich weiß, ich beschwere mich gerne über meine süßen Kinder, die eigentlich wirklich lieb sind, aber sie sind sooo anstrengend! Unser Thora-Wochenabschnitt, Schmini, erinnerte mich daran, dass ich mich überhaupt nicht beschweren sollte, denn wir lesen über den Tod von Arons zwei Söhnen:

„Aber die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer dar vor den Herrn, das er ihnen nicht geboten hatte. Da ging Feuer aus von dem Herrn und verzehrte sie, so daß sie starben vor dem Herrn. Und Mose sprach zu Aaron: Das hat der Herr gemeint, als er sprach: »Ich will geheiligt werden durch die, welche zu mir nahen, und geehrt werden vor dem ganzen Volk!« Und Aaron schwieg still.“

(3. Mose 10, 1-3)

Eine große Tragödie für den Hohepriester Aron. Es ist noch nicht einmal ganz klar, was seine Söhne falsch gemacht haben. Fremdes Feuer, das er ihnen nicht geboten hatte? Ist das wirklich so schlimm?

Die jüdischen Kommentatoren haben unterschiedliche Erklärungen, Rabbi Sacks vergleicht es mit Atomenergie, die so stark ist, dass ein falscher Umgang mit ihr tödlich enden kann. Andere sagen, die Brüder waren betrunken, wieder andere erklären aus anderen Passagen, die über Nadab und Abihu sprechen, dass sie arrogant waren und sich für besser als andere gehalten haben, weswegen sie auch nie geheiratet hatten.

Für mich in meiner aktuellen Situation bedeuten diese Verse natürlich, dass die Kindheit schnell vorbei ist und ich meine kleinen Süßen genießen soll, solange sie noch keine Teenager sind. Dies wurde mir in einigen Kommentaren zu meinen früheren Meckerartikeln zwar auch geraten, aber niemand war so direkt wie die Thora, die im Grunde zu mir sagt, „stell dir vor sie wären tot!“

Israelis genießen die Freiheit, alles ist wieder offen.

Ich habe jetzt am Schabbat eine gute Gelegenheit die freie Zeit mit meinen Kindern positiv zu nutzen und nicht genervt zu sein. Vorher muss ich jedoch:

  • Einkaufen
  • Putzen
  • Kochen
  • Kinder duschen
  • Finger/Fußnägel der Kinder schneiden (unglaublich wie schnell die wachsen)
  • Kindern ihre schönen Schabbatkleider anziehen
  • Wieder kochen
  • Wieder putzen
  • Tisch decken
  • Salate vorbereiten
  • In die Synagoge gehen

 

Ich mache mich mal lieber schnell an die Arbeit.

 

Vorher noch eben das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt und deutlich kühler als in den letzten Tagen. Im Norden und an der Küste können sogar ein paar Regentropfen fallen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 2o Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Beersheva 23 Grad, Eilat am Roten Meer 27 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei – 209,10 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen nur noch 30 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Blühende Mohnblumen in der Nähe von Yokne’am

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Schabbat. Machen Sie es gut.

 

Schabbat Schalom aus Bet Schemesch!

 

 

 

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