MitgliederEinblick ins messianische Judentum

Teil V

von Ori ben Gvir |
Foto: Shutterstock

 Beginn der Unabhängigkeit

Die Suche der messianischen Juden nach einer angenehmeren Bezeichnung ihrer selbst ist das Ergebnis des schlechten Rufes, der den Juden mit der Annahme Jesu beschieden wurde. Es sind Begriffe wie „Abtrünniger“, „Konvertit“ oder „Missionar“, mit denen sie sich beschreiben lassen mussten, Begriffe, die ohne Grund äußerst herabwürdigend gemeint waren. Nicht wenige konvertierte Juden wurden so, ohne es zu wollen, zu den ärgsten Feinden des jüdischen Volkes. Konvertiten wie Pablo Christiani oder Jacob Brafman, dessen Bücher als Grundlage für die „Protokolle der Weisen von Zion“ dienten, sind die Art Konvertiten, die bis heute den Ruf der messianischen Juden trüben.

Mit der Staatswerdung Israels fanden die messianischen Juden den Mut, ihr furchtbares Erbe zu überwinden und ihre eigene Unabhängigkeit von den bereits bestehenden Gemeinden vor Ort zu erwirken. Der frisch angenommene Begriff „messianische Juden“ diente dabei der Übermittlung einer neuen und unabhängigen Identität. Das war leichter gesagt als getan, denn die messianischen Juden hatten nie eine eigene, unabhängige Theologie. Zudem ist es ihnen nie gelungen, vom Geld der Christen unabhängig zu...

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