Ein Ruf nach Gerechtigkeit

Zeugen für die Anklage skrupelloser Menschen

Foto: Nati Shohat/Flash90

Die Welt ist voller Ungerechtigkeit. Und wenn Katastrophen zuschlagen, geben manche Gott die Schuld. Doch ist es der sündige Mensch, der verantwortlich gemacht werden sollte.

 Mein erster Zeuge ist der Vertrag von San Remo, der vor genau 100 Jahren in Italien unterzeichnet worden ist und der der Schaffung des modernen Israels einen rechtlichen Status verleiht. Lange wurde der Vertrag ignoriert und vergessen. Ohne jeden Zweifel zeigt er die schwere Ungerechtigkeit auf, mit der die Welt Israel behandelt.

Leider unterläuft aber auch dem jüdischen Staat der ein oder andere Fehler, darauf werde ich noch zurückkommen.

Mein zweiter Zeuge ist Donald Trump, der von den linken Medien oft geschmäht und verspottet wird. Er hat der Weltgesundheitsorganisation die finanzielle Förderung entzogen, und zwar wegen augenscheinlicher Misswirtschaft in der Coronavirus-Krise, zu der offenbar auch Pläne gehören, die Pandemie zur Förderung der Abtreibung zu nutzen.

Eine westliche Regierung nach der anderen hat Millionen von ungeborenen Kindern das Recht auf Leben verweigert. Jetzt wird ein US-Präsident, der momentan aktiv an der Umkehrung dieses Trends arbeitet, als regierungsunfähig gegeißelt. Und viele Christen haben die giftige Propaganda, mit der gegen Trump gehetzt wird, aufgesogen. Gönnen Sie dem Mann eine Pause! Ich glaube, die gegenwärtige Plage hat viel mit dem Vergießen von unschuldigem Blut zu tun, wie der in letzter Zeit oft zitierte Jesaja (26,20ff) zeigt, der von Gottes Strafe für solche Sünden spricht.

Mein dritter Zeuge ist der ehemalige Labour-Abgeordnete Ian Austin, der andeutet, dass der Antisemitismus-Skandal innerhalb der Partei nun, da Jeremy Corbyn nicht mehr ihr Vorsitzender ist, unter den Teppich gekehrt zu werden droht. Er fordert den neuen Vorsitzenden Sir Keir Starmer – einen ehemaligen Leiter der Staatsanwaltschaft – auf, eine gründliche interne Untersuchung einzuleiten, nachdem ein durchgesickerter Parteibericht zu dem Schluss gekommen ist, dass die Bemühungen zur Lösung des Problems durch die Feindseligkeit gegenüber Herrn Corbyn behindert wurden.

Herr Austin, der die Partei wegen zunehmendem Antisemitismus unter der Führung von Herrn Corbyn verließ, sagte, der Bericht sei unzuverlässig, da er versuche, den ehemaligen Vorsitzenden und seine Anhänger von jeglicher Schuld „abzuschirmen“.

Mein nächster Zeuge ist die umfassendere Frage der Ungerechtigkeit in den Gerichten selbst, in unserer Unterhaltungsindustrie und in unserem täglichen Leben. Wir haben gesehen, wie verurteilte Terroristen vorzeitig aus der Haft entlassen wurden, nur um weiteres Chaos zu verbreiten und Mord zu begehen.

Auf der anderen Seite werden zu viele unschuldige Menschen aufgrund fadenscheinigster Beweise inhaftiert oder kriminalisiert. Eine dreiteilige Dramaserie namens Quiz, die letzte Woche auf ITV ausgestrahlt wurde, beschäftigte sich mit dem außergewöhnlichen Fall der „Husten-Verschwörung“ in der Sendung „Wer wird Millionär“.

Armeemajor Charles Ingram (Mitglied des Mensa-Clubs für Menschen mit hohem IQ) hatte den Höchstpreis gewonnen und wurde dann des Betrugs bezichtigt, und war in Zusammenarbeit mit seiner Frau Diana und einem walisischen Dozenten, den er nie zuvor getroffen hatte, und der angeblich an den entsprechenden Stellen hustete, um die richtige Antwort zu geben.

Bei der Verhandlung wies der Verteidiger darauf hin, dass die 19 „belastenden“ Hustenanfälle nur zehn Prozent der Gesamtzahl ausmachten, die unter den Zuhörern für die Dauer der Zeit des Kandidaten auf dem heißen Stuhl aufgezeichnet wurden – und dass die Lautstärke jeweils aufgedreht wurde, damit man sie deutlicher hören konnte!

Solch eklatante Manipulation der Beweise überzeugte die Jury nicht. Der Richter verhängte eine 18-monatige Haftstrafe auf Bewährung für den Diebstahl von 1 Million Pfund Sterling. Major Ingram verlor seinen guten Ruf, wurde aus seinem geliebten Armee-Job entlassen, seine Familie wurde öffentlich niedergemacht, unter anderem wurde ihre Katze erschossen und ihr Hund zu Tode getreten. Bis heute versucht das Ehepaar, gegen das Urteil vorzugehen. Es steht mir nicht zu, zu beurteilen, ob sie im Sinne der Anklage schuldig sind oder nicht. Aber wir sollten alle beten, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird.

Mein letzter Zeuge ist die wachsende messianisch-jüdische Gemeinde – das heißt, Juden, die glauben, dass Jesus ihr Messias ist. Israel hat erkannt, dass evangelikale Christen zu seinen besten Freunden gehören, zumal das Land ständig falsch dargestellt und von Regierungen und Organisationen angegriffen wird. Unsere Freundschaft ist zum großen Teil auf ein erneuertes Verständnis der Schuld zurückzuführen, die wir den Juden schulden, welche uns unsere Heilige Schrift – und unseren Erlöser – geschenkt haben. Das Problem ist, dass viele Christen alles unterstützen, was mit einem Davidstern zusammenhängt. Das bedeutet, dass sie am Ende auch die Diskriminierung ihrer Glaubensgenossen unterstützen, von denen vielen die Staatsbürgerschaft wegen ihres Glaubens verweigert wird. Führende Evangelikale, vor allem im politischen Bereich, sollten ihren Einfluss geltend machen, um diese anhaltende Verfolgung, die zum Teil eindeutig von den Behörden ausgeht, anzuprangern.

Der Prophet Amos wetterte gegen diejenigen, die „die Armen vor Gericht nicht zu ihrem Recht kommen lassen“ (Amos 5,12). Und Jesaja berichtet, wie entsetzt der Herr über den Mangel an Gerechtigkeit ist, der dadurch entstanden ist, dass wir uns von ihm abgewandt haben (Jes. 59,12-15).

In der größten aller Ungerechtigkeiten hat Christus, der Gerechte, die Strafe auf sich genommen, die wir verdient haben, sodass wir durch sein Blut gerecht gemacht werden konnten (Jes. 53). Dies ist die Botschaft, die die messianischen Juden auf den Straßen Jerusalems leidenschaftlich teilen. Wir würden unsere Berufung erfüllen, wenn wir ihre Bemühungen unterstützen würden (Röm. 1,16). Und es ist eine Botschaft, die wir alle hören müssen, wenn wir wollen, dass unserer Nation wieder Gerechtigkeit widerfährt. Ohne Jesus wird das nicht geschehen.

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