Die judäische Wüste ist Jerusalems geheimes „Versteck“ in der Wildnis, ein Zufluchtsort vor den Kämpfen, der Politik und der Korruption Jerusalems, wo einst Propheten, Priester, Psalmisten und Könige in ihrer Abgeschiedenheit Zuflucht fanden. Der berühmteste, der sich in die von Skorpionen und Schlangen heimgesuchte Umgebung flüchtete, war David, der wohl unwahrscheinlichste Held der Bibel.
Wenn man östlich der Heiligen Stadt über einen einzelnen Bergrücken blickt, sieht man sich mit einer trockenen, trostlosen, bergigen Wildnis konfrontiert, einer rauen, unbarmherzigen Wüste, in der es so gut wie nie regnet und in der sengende Temperaturen herrschen.
Und doch ist diese Wüste, so extrem sie auch sein mag, klein, um genau zu sein, schmal und kann mit einem Esel an einem Tag durchquert werden. Diese beiden Merkmale – die relativ geringe Fläche und die Nähe zum politischen, wirtschaftlichen und religiösen Zentrum der Welt – machen die Judäische Wüste zu einem außergewöhnlichen Ort. Ein Ort, der für Geschichte regelrecht prädestiniert ist!
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