Israel

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Die UNRWA und die Sache mit den Landkarten

Bevor der EU-Komissar ein Flüchtingslager der UNRWA im Libanon besuche konnte, mussten dort erst einmal Landkarten, in denen der Staat Israel ausradiert ist und dadurch nicht unbedingt den Richtlinien der Organisation entsprechen, entfernt werden. Danach wurden sie dann wieder angebracht.

Das Nachrichtenportal Arutz Sheva berichtete über den Besuch des EU-Komissars für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik Johannes Hahn in Schulen des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina- Flüchtlinge im Nahen Osten, “UNRWA” (United Nations Relief and Works Agency), im libanesischen Bedawwi Camp. Dieser Besuch, welcher am 27. März stattfand, war für UNRWA gleichermaßen wichtig und willkommen, da die EU momentan der größte Geldgeber für die Vereinten Nationen ist. Sie steuerte 82 Millionen Euro zum diesjährigen UNRWA Budget bei.

Allerdings sind im Zuge dieses Besuches auch ganz andere Probleme ans Licht gekommen, vor allem die Unfähigkeit sowohl der UNRWA als auch der EU in ihrem Umgang mit dem Extremismus im Flüchtlingscamp.

Die palästinensische Nachrichtenseite Al-Quds News berichtete, dass UNRWA den Bewohnern des Camps vor dem Besuch folgende Weisungen gab, um im Camp einen besseren Eindruck zu hinterlassen:

1. Alle UNRWA Flaggen mit “Slogans” gegen die offiziellen politischen Linien von UNRWA mussten aus den Schulen entfernt werden.

2.Sichtbare Karten mit der palästinensischen Ein- Staat- Lösung, in welcher Israel ausgelöscht und von einem arabischen Palästina ersetzt ist, mussten ebenfalls abgenommen werden.

Die Beseitigung der Karten in der Kawkab- Battouf Mädchenschule machte einige palästinensische Araber wütend. Terrororganisationen wie die Hamas beschwerten sich in palästinensischen Medien über die Demütigung derer, die die Karten abnehmen mussten, da die Anordnung das sogenannte Identitätsrecht der Flüchtlinge angreife.

Nachdem EU-Kommissar Johannes Hahn seine Pflicht getan und einige Reden gehalten hatte, verließ er das Camp wieder. Dies hielt die EU für einen geeigneten Moment, das Verschwinden der Karte in der Kawkab- Battouf Schule zu kommentieren. Das Abnehmen der Karte sei nicht auf Anfrage der EU geschehen.

Einen Tag nach dem Besuch waren die bewussten Karten wieder an ihrem Platz. An einer Wand der Mädchenschule malte ein Künstler eine Karte in Form des Landes Israel inklusive Judäa und Samaria in den Farben einer palästinensischen Flagge. Daneben hatte jemand geschrieben “Ich bin Palästina, nicht neutral”. UNRWA’s offizielle Politik ist neutral, die Karte ist dagegen eine klare Nichteinhaltung der eigenen Richtlinien. Das Kunstwerk, bei dessen Gestaltung laut der terroristischen Volksfront zur Befreiung Palästinas auch UNRWA- Mitarbeiter beteiligt waren, wurde gefilmt und auf Facebook gestellt. Im Hintergrund sind kleine Mädchen zu sehen, die “mit unserem Blut, mit unseren Seelen werden wir Dich, oh Palästina, befreien” und den bekannten Terrorslogan “Millionen Märtyrer marschieren nach Jerusalem” singen.

Die Karte und die Art und Weise, wie UNRWA und die EU damit umgingen, zeigt, wie schwierig es offenbar ist, demokratische Werte in den UNRWA Camps zu verbreiten.

Laut UNRWA verletzen 3% der Inhalte von 2301 untersuchten Seiten ihrer Schulbücher Werte der Vereinten Nationen. Das sind circa 69 Seiten. Untersuchungen haben ergeben, dass in den Schulbüchern, welche in den UNRWA-Schulen benutzt werden, zum Jihad, zum heiligen Krieg, aufgerufen wird und das Lehrer, die dort unterrichten, die Nazi- Ideologie unterstützen. UNRWA gibt sogar zu, dass ihre Schulen von bewaffneten Gruppen (Terroristen) benutzt wurden. Das lässt nur den Schluss zu, dass UNRWA entweder schwach ist, missbraucht wird oder sich mit jihadistischen Aktivitäten identifiziert.

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Patrick Callahan

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