Die Stämme Israels

Die Bibel ist nicht nur Lehrbuch, sondern auch Stammbaumregister.

von Michael Selutin | | Themen: Guten Morgen
Foto: Nati Shohat/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Michael und Kinder

Als jemand, der nicht religiös aufgewachsen ist und erst spät zum Glauben seiner Vorväter gekommen ist, habe ich immer das Bedürfnis, meinen Glauben zu rechtfertigen. Zum Glück ist das nicht so schwer, denn die Bibel steckt voller historischer Details und „merkwürdiger Zufälle“, die einen nachdenklichen Menschen zum Nachdenken bringen können.

So auch in unserem Wochenabschnitt „Bamidbar“, mit dem das vierte Buch Mose beginnt. Das Buch fängt mit einer Volkszählung an, bei der die Abstammung der Stammeshäuptlinge erwähnt wird. An anderen Stellen der Bibel werden die Stammbäume noch detaillierter beschrieben und es sind solche konkreten Informationen, die die Bibel insgesamt sehr glaubwürdig machen.

Die Generation der Wüstenwanderung konnte ihre eigenen Namen in der Bibel nachlesen und die folgenden Generationen hatten in ihr ebenfalls eine Niederschrift ihrer Familiengeschichte. Warum sollte ein erfundenes Buch so sehr ins Detail gehen? Vor allem, wenn diese Details von jedem nachprüfbar sind. Zum Beispiel hieß der Stammeshäuptling von Juda, Nachschon, der Sohn Amminadabs. Dieser Nachschon ist wahrscheinlich unter Josua ins Land Kanaan eingezogen und hatte Kinder und Enkel. Würde ein Bibelkritiker zu einem seiner Enkel sagen, dass die Bibel eine Sammlung Legenden ist und von den Rabbis erfunden wurde, um die Kontrolle über das Volk zu haben, würde der ihm antworten, „Frag doch einfach Opa Nachschon, der hat alles gesehen. Oder frag am besten deinen eigenen Opa, oder irgendeinen anderen Zeitzeugen, der noch lebt.“

Und Zeitzeugen gab es viele, denn die Volkszählung in der Wüste ergab eine Zahl an kriegstauglichen Männern von 603.550:

„Das sind die Gemusterten, die Mose und Aaron musterten samt den zwölf Fürsten Israels, von denen je einer über die Vaterhäuser [seines Stammes] gesetzt war. Und die Gesamtzahl der Gemusterten der Kinder Israels, nach ihren Vaterhäusern, von 20 Jahren und darüber, was in Israel kriegstauglich war, ihre Gesamtzahl betrug 603 550.“

(4. Mose 1, 44-46)

Das sind nur die Männer über 20 Jahren, ihre restliche Familie ist in der Zählung nicht inbegriffen. Man geht traditionell davon aus, dass die Gesamtbevölkerung zu dieser Zeit etwa 2 Millionen betrug. Es hilft sehr für das Verständnis der Bibel, wenn man sich die Erzählungen vorstellt. So auch bei der Marsch- und Lagerordnung der Israeliten. Diese 2 Millionen Menschen marschierten und platzierten ihre Zelte auf eine bestimmte Weise um die Stiftshütte herum.

Israelis wandern auf dem Gipfel des Berges Shahoret in der Arava

Es muss ein großartiges Schauspiel gewesen sein, als die Stämme geordnet unter ihrem Banner marschierten. Oder wenn das Volk um die Stiftshütte herum kampierte, während die Wolke Gottes tagsüber über der Stiftshütte schwebte und nachts als Feuer Licht spendete:

„Und an dem Tag, als die Wohnung aufgerichtet wurde, bedeckte die Wolke die Wohnung, nämlich das Zelt des Zeugnisses, und am Abend war sie über der Wohnung anzusehen wie Feuer, bis zum Morgen. So war es allezeit; die Wolke bedeckte sie, aber bei Nacht war sie anzusehen wie Feuer. So oft sich die Wolke von dem Zelt erhob, brachen die Kinder Israels auf; an dem Ort aber, an dem sich die Wolke niederließ, da lagerten sich die Kinder Israels. Nach dem Befehl des Herrn brachen die Kinder Israels auf, und nach dem Befehl des Herrn lagerten sie sich; solange die Wolke auf der Wohnung ruhte, solange lagerten sie.“

(4. Mose 9, 15-18)

Wer nicht glaubt, dass dies wirklich so war, kann leider keine Zeitzeugen mehr fragen, aber sogar Bileam, der Israel verfluchen wollte, musste zugeben, dass es ein schöner Anblick war, die Lagerstätte des Volkes zu sehen:

„Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel! Wie Täler sind sie ausgebreitet, wie Gärten am Strom, wie Aloebäume, die der Herr gepflanzt hat, wie Zedern am Wasser.“

(4. Mose 24, 5-6)

 Und jetzt das Wetter:

 

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt bis heiter. Im Landesinneren und in den Bergen etwas wärmer. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 32 Grad, Beersheva 31 Grad, Eilat am Roten Meer 35 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist  weiter gesunken und liegt jetzt bei – 209,21 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 41 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Schabbat. Machen Sie es gut.

 

Schabbat Schalom aus Bet Schemesch!

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