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MitgliederDie Liebe zum Leben – eine strategische Schwäche?

Israels Feinde verherrlichen den Tod und verachten das Leben – doch gerade darin zeigt sich ihre größte Schwäche.

Die Freude über die am 12. Mai freigelassene Geisel Edan Alexander ist groß. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Für Islamisten im Nahen Osten gilt der hohe Wert, den Israel dem menschlichen Leben beimisst, als große Schwäche. Aus dem Munde von Protagonisten wie Hassan Nasrallah, Khaled Maschal, Yahya Sinwar oder Ali Khamenei klingt dies dann ideologisch überhöht so: „Die Israelis fürchten den Tod – wir Muslime begehren ihn. Deshalb werden wir sie besiegen.“ Das ist kein bloßes rhetorisches Kalkül – es ist ihr Weltbild. Der Westen täte gut daran, ihnen zu glauben, was sie so offen aussprechen. Doch hier tut sich ein fundamentaler Widerspruch auf, den kaum jemand anspricht: Wenn der Tod so sehr verherrlicht wird – warum verstecken sich diese Anführer dann unter der Erde? Warum benutzen sie Menschen als Schutzschilde? Wer angeblich nicht am Leben hängt, sollte auch den Mut haben, dem Tod ins Auge zu blicken. Dass Dschihadistenführer dies aber nie tun, sondern allein ihren Untertanen abverlangen, entlarvt den inneren Bruch ihres Denkens.

 

Israel ist anders. Israel wählt das Leben, bewusst, klar und ohne Scham. Der Schutz des Lebens ist keine Schwäche, sondern eine ethische...

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Patrick Callahan

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