Mea Shearim Uri Lenz/Flash90
Israel

Der Missionar, der Jerusalems ultra-orthodoxen Stadtteil errichtete

Jerusalems ultraorthodoxes jüdisches Stadtviertel wurde mit christlichen Händen errichtet.

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Als Conrad Schick in Jerusalem ankam, hätte er sich kaum vorstellen können, dass er das Viertel entwerfen würde, in dem einmal Jerusalems am meisten isolierten ultraorthodoxen Juden leben würden.

Schick wurde in Süddeutschland geboren und 1846 im Alter von 24 Jahren von einer evangelischen Organisation nach Jerusalem geschickt, um als Missionar in Israel tätig zu sein. Der Plan war, „Bruderschaften“ christlicher Gemeinden von Jerusalem bis hinunter nach Äthiopien und Nordafrika zu gründen.

Schick interessierte sich bald mehr für die Archäologie und Architektur der Heiligen Stadt Jerusalem als für die Mission. Ohne eine formelle Ausbildung in Archäologie oder Architektur (er arbeitete wie Jesus als Tischler) durchstreifte er die Straßen und Gassen der Stadt und suchte nach Informationen über Jerusalem und zeichnete sie auf. Neben vielen Funden führten ihn seine Wanderungen und zwei junge arabische Jungen dazu, die berühmte Inschrift aus der Zeit des Ersten Tempels im Wassertunnel von König Hiskija zu enthüllen, der Wasser aus dem Teich von Siloah in die Stadt speist (siehe „2000 Jahre alte Jerusalemer…

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