Das Wort „Kibbutz“ bedeutet „Versammeln“, die ersten Kibbutzim wurden jedoch „Kvutzat“ genannt, was „Gruppe“ bedeutet. Der erste Kibbutz war Degania, er wurde 1910 südlich des Sees Genezareth von Pionieren errichtet. Es waren junge Juden, die Sumpfgebiet trockengelegt hatten, um es für Landwirtschaft und Besiedlung vorzubereiten. Nun wollten sie eine Gemeinschaft für sich selbst aufbauen. Das Land wurde vom Jüdischen Nationalfond gekauft. Es folgte harte Arbeit, um es fruchtbar zu machen. Die Pioniere errichteten eine auf Landwirtschaft basierende Gemeinschaft. Danach wurden weitere Kibbutzim errichtet, viele von ihnen am See Genezareth und im Jezreel-Tal. In den Jahren um die Staatsgründung kamen immer mehr Kibbutzim dazu, über das gesamte Land verteilt.
Fast alle Kibbutzim begannen als landwirtschaftliche Siedlung. Die Bewohner teilten alles miteinander und arbeiteten zusammen als Mitglieder eines Kollektivs. Die Kibbutzmitglieder verrichteten die verschiedensten Arbeiten gemeinschaftlich, sei es in der Landwirtschaft, in der Küche, im Kindergarten oder im Kinderhaus. In den ersten Jahren war das Leben im Kibbutz karg. Die Kinder wohnten in „Kinderhäusern“ und kamen nur für einige Stunden am Tag zu ihren Eltern. Alle Mahlzeiten wurden...
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