Demonstranten stören Jom-Kippur-Gottesdienst in Tel Aviv

Netanjahu: „Zu unserem Erschrecken haben ausgerechnet im jüdischen Staat, am heiligsten Tag des jüdischen Volkes, linke Demonstranten gegen Juden während ihrer Gebete randaliert.“

von JNS | | Themen: jom kippur
Jom Kippur
Linksgerichtete Aktivisten stören ein Jom-Kippur-Gebet in Tel Aviv, 24. September 2023. Foto: Tomer Neuberg/Flash 90

(JNS) Während eines Jom-Kippur-Gottesdienstes auf einem zentralen Platz in Tel Aviv kam es am Sonntag zu Tumulten, nachdem die Organisatoren mit israelischen Flaggen eine improvisierte Absperrung errichtet hatten, um männliche und weibliche Gläubige zu trennen und damit einer Anordnung des Obersten Gerichtshofs zu widersprechen.

Schätzungsweise 200 Demonstranten trafen auf dem Dizengoff-Platz ein und lieferten sich wütende Auseinandersetzungen mit den Organisatoren des Gottesdienstes. Ein Demonstrant riss sogar die behelfsmäßige Absperrung nieder. Er wurde von der Polizei festgenommen und kurz darauf wieder freigelassen.

Der Gottesdienst wurde aufgrund der Zusammenstöße unterbrochen und die Gläubigen setzten ihre Gebete in nahe gelegenen Synagogen fort.

Linke Aktivisten stören eine Jom-Kippur-Gebetsstunde in Tel Aviv, 24. September 2023. Video: Eitan Elhadez/TPS.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisierte die Demonstranten scharf:

„Zu unserem Erschrecken haben gerade im jüdischen Staat, am heiligsten Tag des jüdischen Volkes, linke Demonstranten gegen Juden während ihrer Gebete gehetzt. Es scheint, als gäbe es keine Grenzen, keine Normen und keine Beschränkungen für den Hass der Linksextremisten. Wie die meisten israelischen Bürger lehne auch ich dies ab. Solch gewalttätiges Verhalten hat bei uns keinen Platz.“ 

Während Netanjahu die Demonstranten verurteilte, warf der Oppositionsführer Yair Lapid dem religiösen Sektor vor, dem säkularen Tel Aviv die Einhaltung der Feiertage aufzuzwingen und sagte:

„Sie stellen sicher, dass sie uns erklären, dass es nur eine Version des Judentums gibt – ihre Version. Sie verlangen, dass sie im Namen der Toleranz sogar in unserer Nachbarschaft entscheiden, was erlaubt ist und was nicht.“

Der Bürgermeister von Tel Aviv, Ron Huldai, versprach, den „Charackter“ von Tel Aviv zu schützen und erklärte:

„Ich möchte klarstellen, dass ich nicht zulassen werde, dass der Charakter unserer Stadt verändert wird. In Tel Aviv gibt es keinen Platz für Geschlechtertrennung im öffentlichen Raum. Wer sich nicht an die Anweisungen der Stadtverwaltung und das Gesetz hält, wird keine Genehmigung für Aktivitäten im öffentlichen Raum der Stadt erhalten.“

Der Oberste Gerichtshof lehnte am Freitag einen Antrag auf Genehmigung eines geschlechtergetrennten Gottesdienstes auf dem Dizengoff-Platz ab und entschied zugunsten der Stadtverwaltung von Tel Aviv, die die Trennung untersagt hatte.

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