„Daten sind eine Waffe, und künstliche Intelligenz ist der X-Faktor“

Die israelische Armee (IDF) wirbt für ihren neuen Fokus auf künstliche Intelligenz und stellt fest, dass diese als Waffe viel billiger ist als eine F-35

von Israel Heute Redaktion | | Themen: IDF
Die israelische Armee nutzt den Echtzeit-Datenfluss von Quellen wie Drohnen, um die Truppen vor Ort genau auf dem Laufenden zu halten. Foto: Michael Giladi/Flash90

Ein hochrangiger israelischer General hat am Dienstag auf einer Online-Konferenz über künstliche Intelligenz gesprochen. Die Konferenz, von der Universität Tel Aviv veranstaltet, warb für den neuen Schwerpunkt der israelischen Armee auf Integration von Datenwissenschaft und maschinellem Lernen in ihre Verteidigungssysteme.

Brig.-Gen. Aviad Dagan ist Direktor der IDF-Verwaltung für digitale Transformation und sieht in Big Data, fortschrittlichen Algorithmen und künstlicher Intelligenz (KI) den Schlüssel zum Erhalt des qualitativen Vorsprungs Israels auf dem Schlachtfeld.

„Daten und KI können tatsächlich Kriege gewinnen“, sagte er den Teilnehmern der Blavatnik Virtual AI Week. „Die Geschwindigkeit, mit der wir eine neue Waffe entwickeln können, unterscheidet sich völlig von der Entwicklung oder Beschaffung einer physischen Waffe wie der F-35.“

Der General fügte hinzu: „Mit der Einführung von Systemen der künstlichen Intelligenz, fortschrittlichen Algorithmen und maschinellem Lernen werden Entscheidungen weiterhin von Menschen getroffen, aber sie werden intelligenter und genauer sein und auch schneller. Wir haben die Daten, die in jeder Hinsicht eine Waffe sind. Die Anwendung von künstlicher Intelligenz darauf ist der entscheidende Faktor, der uns auf dem Schlachtfeld die Oberhand verschaffen wird“.

In der Praxis bedeutet dies die Verarbeitung riesiger Datenmengen aus allen Bereichen des Militärs und die Aktualisierung der Streitkräfte im Feld, auf See und in der Luft in Echtzeit und in synchronisierter Form. Die dafür erforderliche Rechenleistung ist natürlich enorm.

General Dagan wies darauf hin, dass die israelische Armee große Anstrengungen unternommen habe, um fortschrittliche Datenverarbeitungszentren aufzubauen und diese Informationen zu nutzen, um eine wirklich einheitliche Kampftruppe zu schaffen. „Die Daten fließen von den Infanteriesoldaten, den Marineschiffen und den Drohnen aus der Luft ein und werden alle von unseren Datenfabriken verarbeitet. Das alles arbeitet orchestral zusammen, wie Konzertmusiker.“

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