Schneider Aviel

Das Licht

Mit dem Licht scheint die Güte Gottes umso heller und gibt uns Menschen zu verstehen, wie sehr Er uns liebt, uns versteht und wie mitfühlend Er ist.

Die jährliche Feier zur Beleuchtung des Weihnachtsbaums im YMCA in Jerusalem am 28. November 2021 Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Schalom Chaverim!

Das erste, wonach wir instinktiv in der Finsternis streben, ist: Wir wollen sehen, uns orientieren und wenn möglich Licht anmachen, zum Beispiel mit einer Taschenlampe. In der Finsternis fühlt sich der Mensch verloren, unsicher und allein.

Die ersten Worte die Gott in der Bibel gesprochen hat, waren: „Es werde Licht“. Und es ward Licht. Jehije Orיְהִי אוֹר – waren die ersten zwei Worte, die der Schöpfer aussprach. Mit ihnen hat Gott das Licht angeschaltet, um die Finsternis zu verdrängen. Damit beginnt die biblische Weltschöpfung, damit beginnt die Bibel und damit beginnt das Leben. Auch Gott musste Licht anmachen, um Ordnung zu schaffen. Und wir alle kennen den chronologischen Ablauf der sechs Tage, in denen Gott das Leben schuf.

Könnte es denn möglich sein, dass selbst Gott, unserem Verständnis nach, die Taschenlampe aus demselben Grund anschaltete, wie der Mensch? Kann es sein, dass sich der Schöpfer ebenso allein und verlassen gefühlt hat? Hat Gott aus diesem Grund das Licht durch sein Wort ausgesprochen und angemacht? Sind wir Menschen nicht in seinem Ebenbild geschaffen worden? Könnte es sein, dass Gott und Mensch dieselben Instinkte haben?

Obwohl Gott so viel höher und mehr ist, als wir uns vorstellen, sind wir Ihm doch wichtig, denn nicht umsonst hat er uns erschaffen. Er begehrte nach Gesellschaft und Freunden auf Erden. Und so gibt es eine Verbindung und Freundschaft zwischen Ihm, dem Schöpfer und uns, den Erschaffenen. Und diese Verbindung zwischen Gott und Mensch wurde mit dem Licht angezündet. Wir Menschen tragen in uns den göttlichen Funken, der uns verbindet. Aber noch viel wichtiger: Mit dem Licht scheint die Güte Gottes umso heller und gibt uns Menschen zu verstehen, wie sehr Er uns liebt, uns versteht und wie mitfühlend Er ist.

Diese Gedanken zum Thema Licht und Lichterfest sind mir neulich des Nachts durch den Kopf geschwirrt. Und wisst Ihr was, das erste, was ich machte, war, ich schaltete die Nachttischlampe an, um diese Gedanken aufzuschreiben.

 

Aus Jerusalem wünsche ich im Namen aller unserer Mitarbeiter Jedem das lebendige Licht im Leben, ein frohes Fest und ein gesegnetes Neues Jahr. Auch uns in Jerusalem wünsche ich dies und Weisheit für die bevorstehenden Herausforderungen.

 Schabbat Schalom!

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