Das britische Mandat

Und wie die jüdische Wiederherstellung Pfingsten zu verdanken ist!

| Themen: Christen
Israelis spielen die Einnahme Jerusalems durch General Allenby und die Eroberung des Landes Israel durch eine christliche Streitmacht nach, die das Land dem jüdischen Volk zurückgeben wollte. Foto: Hadas Parush/Flash90

Nächsten Monat wird in London ein bedeutender Jahrestag mit einem Empfang begangen, der zweifellos die Gemüter für und gegen Israel erhitzen wird.

Der jüdische Staat, thematisch schon immer ein heißes Eisen, wird einmal mehr unter die Lupe genommen, wenn die Befürworter das 100-jährige Bestehen des britischen Mandats für das damalige Palästina feiern.

Aus diesem Mandat, das 1922 in London vom Völkerbund (dem Vorläufer der UNO) genehmigt wurde, hat der moderne Staat Israel seine umstrittenen rechtlichen Grundlagen erhalten.

In den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg wurden die einheimischen Bewohner des besiegten türkischen Osmanischen Reiches erstmals anerkannt. Die alliierten Siegermächte erhielten das „Mandat“, sie auf eine unabhängige Selbstverwaltung vorzubereiten.

Zu den Nutznießern gehörte auch das jüdische Volk, das in seinem einzigen angestammten Land bis dato immer nur in geringer Zahl vertreten war, aber nach fast 2000 Jahren Exil bereits in immer größeren Wellen zurückkehrte.

Den Stein ins Rollen brachte die Balfour-Erklärung von 1917, in der sich die britische Regierung verpflichtet hatte, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um dem jüdischen Volk in seinem angestammten Gebiet eine Heimat zu geben. Und wie es der Zufall wollte, eroberten die Alliierten nur wenige Wochen nach diesem Versprechen Jerusalem von den Türken und gewährten Großbritannien damit das Privileg, das Heilige Land seinen ursprünglichen Eigentümern zurückzugeben.

Es folgte der Vertrag von San Remo aus dem Jahr 1920, der die Rolle Großbritanniens in diesem Zusammenhang formell anerkannte und die Art und die Grenzen des zugewiesenen Landes festlegte, das weit über die Ausmaße des heutigen Israel hinausging.

Politische Kompromisse und Beschwichtigungen angesichts der wachsenden Bedrohung durch die arabischen Nachbarn führten jedoch dazu, dass der wiedergeborene jüdische Staat deutlich kleiner war als ursprünglich geplant.

Die führenden Nationen der Welt bestehen nach wie vor auf einer „Zweistaatenlösung“, bei der den Palästinensern die Selbstverwaltung im sogenannten Westjordanland – also in Judäa und Samaria – an der Seite ihrer jüdischen Nachbarn gewährt werden würde.

Dies macht jedoch keinen Sinn, da die Zweistaatenlösung bereits im Jahr vor der Verabschiedung des Mandats geschaffen wurde, als Kolonialminister Winston Churchill ein riesiges Gebiet östlich des Jordans – das ursprünglich als Teil Israels vorgesehen war – für arabische Siedlungen freigab.

Unglücklicherweise schuf die Gründung Jordaniens einen Präzedenzfall für anhaltende territoriale Kompromisse, die darauf abzielten, das Feuer des wachsenden Unmuts über die jüdische Einwanderung zu ersticken. Und dieser Kessel brodelt bis zum heutigen Tag.

Aber sehen wir uns die Fakten an. Israel hat nach der Bibel (Gottes Wort) nicht nur Anspruch auf das gesamte Gebiet vom Mittelmeer bis zum Euphrat (1. Mose 15,18), sondern seine Existenz steht auch in vollkommener Übereinstimmung mit dem Völkerrecht!

Das Problem, mit dem wir immer wieder zu kämpfen haben – und das die meisten Politiker und Journalisten nicht verstehen – ist, dass wir in dem Moment, in dem wir versuchen, die Welt nach biblischen Maßstäben neu zu ordnen, insbesondere wenn es um Gottes auserwähltes Volk geht, in einen geistlichen Konflikt verwickelt werden.

Wenn also die Juden – die seit Jahrtausenden verfolgt, schikaniert und gefoltert wurden – in die relative Sicherheit ihres alten Landes zurückkehren, ist die Hölle los. Denn Satan und seine Verbündeten gehen unerbittlich gegen ihre Anwesenheit dort vor. Der Iran und seine terroristischen Stellvertreter Hamas und Hisbollah haben wiederholt dazu aufgerufen, Israel von der Landkarte zu tilgen!

Aber Gottes Plan wird Bestand haben. Kein noch so großes Höllenfeuer wird ihn daran hindern, seine Pläne für sein altes Volk zu erfüllen.

Und hier ist ein wichtiger Punkt, über den es sich lohnt nachzudenken: Wäre Pfingsten (oder Schawuot), das wir vor ein paar Tagen gefeiert haben, nicht gewesen, wäre das Mandat nicht an Großbritannien gegeben worden, und Israel wäre nicht wiedergeboren worden!

Denn durch Pfingsten verbreitete sich das Evangelium unter den Heiden, die in diesen Tagen eine äußerst wichtige Rolle bei der Wiederherstellung des Judentums spielen. Insbesondere der Einfluss der vom Heiligen Geist inspirierten britischen evangelikalen Leiter im 19. Jahrhundert war unermesslich. Prediger wie Charles Spurgeon und Bischof J. C. Ryle sowie Politiker wie William Wilberforce und der Earl of Shaftesbury wussten aus der Heiligen Schrift, wie wichtig die Rückkehr der Juden in ihr altes Land in den Tagen unmittelbar vor der Wiederkunft Christi ist.

Ein israelischer Wissenschaftler beschreibt den Staat Israel sogar als „jüdisch-christliches Projekt“.

Auf diese Weise wurde unsere Regierung von der Notwendigkeit überzeugt, die Rückkehr der Juden zu erleichtern und die Sache des Zionismus insgesamt zu unterstützen.

Pfingsten veränderte die Welt, indem es die Jünger Jesu ermutigte, das Evangelium zu verkünden, selbst wenn es sie das Leben kostete. Und Pfingsten verändert immer noch die Welt – in Jerusalem, Judäa und bis an die Enden der Erde.

Die Gläubigen müssen die Nerven behalten, wenn sie Jesus als den bald kommenden Messias-König verkünden, der von Jerusalem aus über ein Volk herrschen wird, das sowohl zu seinem Land als auch zu seinem Herrn zurückgekehrt ist.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Israelis immer irgendetwas zu feiern scheinen? Gerade hatten wir den Jerusalem-Tag, an dem jedes Jahr die Wiedervereinigung der Stadt im Jahr 1967 gefeiert wird. Davor hatten wir den Unabhängigkeitstag, an dem wir das 74-jährige Bestehen des modernen Staates feierten, und jetzt hatten wir Schawuot, an dem wir das weltverändernde Gesetz des Mose feiern, das sich in Jesus erfüllt hat, der seinen Geist so ausgegossen hat, dass Gottes Gesetze nicht mehr nur auf steinerne Tafeln geschrieben sind, sondern auf die Tafeln der menschlichen Herzen (2. Korinther 3,3).

Lassen Sie sich mit dem Heiligen Geist taufen (d. h. untertauchen) und verändern Sie die Welt, indem Sie Zeugnis von der Macht Jesu ablegen, der sein Volk in sein Land und zunehmend auch zu sich selbst, seinem Herrn und Messias, zurückgebracht hat.

 


 

Charles Gardner ist Autor folgender Bücher: „Israel the Chosen“, erhältlich bei Amazon; „Peace in Jerusalem“, erhältlich bei olivepresspublisher.com und „A Nation Reborn“, erhältlich bei Christian Publications International.

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