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Ceuta mag zu Spanien gehören, doch Judäa und Samaria gehören zu Israel

Danny Danons Seitenhieb auf Ceuta war vielleicht ungeschickt, doch die Empörung Spaniens bestätigt letztlich nur den Kern der Debatte um historische Rechte, Souveränität und selektive Empörung.

Menschen nehmen an einer Demonstration teil, bei der israelische Souveränität über Judäa und Samaria gefordert und ein palästinensischer Staat abgelehnt wird. Die Kundgebung fand vor der wöchentlichen Kabinettssitzung am Amtssitz des Ministerpräsidenten in Jerusalem statt, 23. November 2025. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Der israelische Botschafter Danny Danon löste in Spanien heftige Reaktionen aus, als er Madrid wegen seiner Kolonialgebiete in Afrika kritisierte, nachdem Ceuta von Zehntausenden Migranten überrannt worden war.

Das Problem bestand darin, dass Danons weit gefasste Äußerungen nicht nur die israelfeindliche Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez verärgerten, sondern auch die pro-israelische spanische Opposition, die darin einen Angriff auf die spanische Geschichte, Souveränität und territoriale Integrität sah.

Vielleicht hätte Danon seine Worte vorsichtiger wählen sollen, doch offenbar verfehlen alle den eigentlichen Punkt seiner Aussage.

Danon hat, wie die meisten Israelis, mit ziemlicher Sicherheit keine persönliche Agenda gegen Spaniens Politik in Bezug auf Ceuta und Melilla. Israelis haben keinen Grund, zur spanischen Herrschaft über die beiden kleinen Enklaven an der nordafrikanischen Küste Stellung zu beziehen.

Vielmehr wollte Danon auf die Heuchelei einer Regierung hinweisen, die die jüdische Präsenz in Gebieten wie Judäa und Samaria verurteilt, während sie gleichzeitig die spanische Präsenz in Afrika mit Nachdruck verteidigt.

Spanien hat tatsächlich eine historische Verbindung zu Ceuta und Melilla, und beide Gebiete sind Teil der nationalen Identität des Landes. Doch diese Geschichte und Identität reichen lediglich einige Jahrhunderte zurück, während die jüdische Geschichte und Identität, die mit Judäa, Samaria und sogar dem Gazastreifen verbunden sind, Jahrtausende umfassen. Dafür gibt es umfangreiche archäologische und historische Belege. Für ein historisch christlich geprägtes Land wie Spanien sollte es jedoch genügen, einfach die Seiten des meistgelesenen Buches des Landes – der Bibel – aufzuschlagen, die voller Berichte über jüdisches Leben in diesen Gebieten ist.

Ist es angesichts der Tatsache, dass heute Millionen palästinensischer Araber dort leben, gerechtfertigt, den administrativen Status von Judäa, Samaria und dem Gazastreifen infrage zu stellen? Vielleicht. Doch es ist nicht gerechter, als über Spaniens Anspruch auf Ceuta und Melilla oder den britischen Anspruch auf Gibraltar zu diskutieren. Diese Staaten verteidigen – über alle politischen Lager hinweg – mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln das, was sie als ihre historische Souveränität ansehen. Sie sollten vom Staat Israel und vom jüdischen Volk nichts Geringeres erwarten.

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Patrick Callahan

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