Obwohl die Kleidungsvorschriften der Moslems im jüdischen Land nicht gerade Sympathien hervorrufen, würde es hier jedoch niemandem in den Sinn kommen, sie gesetzlich verbieten zu lassen. Im Gegenteil, die Zeitung Jediot Achrnot machte im August am populären Gordon-Strand in Tel Aviv einen Burkini-Test. Ergebnis: Kein Israeli störte sich an einer totalbedeckten Frau.
Die in Europa geführte Diskussion um Burkini-Verbote wird in Israel mit leichter Befremdung aufgenommen, da es den Anschein erwirkt, als würden die Europäer ihren Anti-Terror-Kampf dadurch führen, dass man gegen muslimische Frauen vorgeht.
Obwohl in Israel Burkas schon immer zum Straßenbild gehörten, wurde noch nie so etwas wie ein Burkini-Verbot angestrebt. Wenn es ein Land gäbe, das zu solchen Verboten Veranlassung hätte, dann Israel, das wie kein anderes Land unter islamisch motiviertem Terror leidet. Wie kann man nur, fragt man sich in Israel, einerseits eine unbeschränkte Einwanderung von Moslems erlauben und ihnen andererseits verbieten...
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