Wie andere konservative Staatsführer, allen voran Donald Trump oder Viktor Orbán, tritt er als starker Mann auf. Diese „Rechten“ sind jedoch Israel gegenüber freundlich eingestellt und passen damit nicht in das alte Bild der Rechten als Antisemiten.
Auch Bolsonaro scheint ein Freund Israels zu sein. Sein zweiter Vorname lautet Messias, auch gilt er als evangelikaler Christ. Bei seiner Antrittsrede, die aus seinem Privathaus ausgestrahlt wurde, war im Hintergrund eine Menorah zu sehen. Er sagte einmal, sein Herz sei gelb, grün, blau und weiß – eine Anspielung auf die Nationalfarben Brasiliens und Israels. In dem südamerikanischen Land existiert die weltweit neuntgrößte jüdische Gemeinde.
Bolsonaro hat angekündigt, die brasilianische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Seine erste Auslandsreise als Staatspräsident will er nach Israel unternehmen. Weil Brasilien aber enge Beziehungen zu arabischen Staaten und zum Iran pflegt, lassen sich enge Beziehungen zu Israel nicht über Nacht aufbauen. Über die Palästinenser sagte er: „Ist Palästina ein Land? Es ist kein Land, und deswegen brauchen wir auch keine...
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