Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge, der sich auf israelische und US-amerikanische Beamte beruft, haben die israelischen Streitkräfte 20 bis 40 % der ausgedehnten Tunnelinfrastruktur der Hamas im Gazastreifen beschädigt oder unbrauchbar gemacht.
Dem Bericht zufolge hat Israel verschiedene Methoden zur Räumung der Tunnel erprobt, darunter die Installation von Pumpen, um sie mit Meerwasser zu fluten, die Zerstörung mit Luftangriffen und Flüssigsprengstoff, die Durchsuchung mit Hunden und Robotern und Razzien.
Die israelische Armee ist dabei, das Tunnelnetzwerk „gründlich und schrittweise zu zerschlagen“, so das Militär in einer Erklärung gegenüber dem WSJ. Das Weiße Haus und das Office of the Director of National Intelligence lehnten eine Stellungnahme ab.
Anfang dieses Monats berichtete die New York Times, dass das Terrortunnelnetz der Hamas noch umfangreicher sei als bisher angenommen und nach neuen Schätzungen über mehr als 5.700 Zugangsschächte verfüge.
Nach intensiven Anti-Terror-Kampfeinsätzen in der südlichen Hamas-Hochburg Khan Yunis in den letzten Wochen geht Israel nun davon aus, dass die islamistische Gruppe zwischen 350 und 450 Kilometer an unterirdischer Terrorinfrastruktur gebaut hat, während man zuvor von 250 Kilometern ausgegangen war.
Der Hamas-Chef im Gazastreifen, Yahya Sinwar, der für das Massaker vom 7. Oktober 2023 verantwortlich ist, versteckt sich vermutlich in einem Tunnel in Khan Yunis, wo er sich Berichten zufolge mit einer großen Anzahl von Geiseln umgeben hat, um die IDF daran zu hindern, einen Luftangriff auf seinen Standort durchzuführen.
Im Dezember gab die IDF die Entdeckung des bisher größten Angriffstunnels der Hamas bekannt, der sich im nördlichen Gazastreifen in der Nähe des Grenzübergangs Erez befindet.
Das Militär deckte einen vier Kilometer langen Tunnel auf, der in einigen Abschnitten eine Tiefe von 50 Metern erreichte.
Mit Berichten von JNS.




