Nur wenige Monate nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und nur Tage vor dem Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem, berichten israelische Medien, dass US-Präsident Donald Trump nun möchte, dass Israel den Palästinensern einen Teil von der Heiligen Stadt gibt.
Die Trump-Regierung arbeitet seit Monaten an einem neuen Friedensvorschlag für den Nahen Osten, der sich mit den Hauptproblemen wie die Kontrolle über Jerusalem und den palästinensischen Flüchtlingen befassen soll, anstatt sie wie alle anderen Vorschläge bis zum Abschluss der Verhandlungen zu umgehen.
Die israelische Tageszeitung Ma’ariv berichtet, dass der israelische Verteidigungsminister Avigdor Liberman vergangene Woche in Washington über Einzelheiten dieses neuen Vorschlags, insbesondere über Jerusalem, informiert worden sei.
Dem Bericht zufolge wird Israel von Trump aufgefordert werden, auf vier arabische Stadtviertel im Osten Jerusalems zu verzichten. Abu Dis (wo die Palästinensische Autonomiebehörde bereits ein Parlamentsgebäude hat), Isawiya, Shuafat und Jabl Mukabar würden die neue palästinensische Hauptstadt von „Al Quds“ werden. Die Jerusalemer Altstadt soll, wie berichtet wird, unter internationale Aufsicht gestellt werden.
Der Plan würde bereits einige jüdische Viertel wie Pisgat Ze’ev vom Rest des von Israel kontrollierten Jerusalems abschneiden. Einige befürchten, dass dies nur der erste Schritt in Richtung der palästinensischen Autonomiebehörde wäre, die noch größere Teile der Stadt beanspruchen würde.
Es wurde auch berichtet, dass Israel im Gegenzug für die Annahme dieses Vorschlags umfassende und unbestrittene amerikanische Unterstützung bezüglich der atomaren Bedrohung des Iran erhalten würde.
Der Bericht wurde von amerikanischer Seite anderen israelischen Medien gegenüber bestritten.




