Avi Gabai neuer Vorsitzender der Arbeitspartei

Die Wahl von Avi Gabai zum neuen Vorsitzenden der Arbeitspartei hat viele ins Staunen versetzt. Vor sechs Monaten, als Gabai von der Kulanu-Partei Mosche Kachlons zur Arbeitspartei wechselte, hatte noch niemand unter den Parteimitgliedern daran gedacht, dass er heute der neue Chef im Hause und damit auch der Spitzenkanditat für das Amt des Ministerpräsidenten bei den nächsten Wahlen sein wird.

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Die Wahl von Avi Gabai zum neuen Vorsitzenden der Arbeitspartei hat viele ins Staunen versetzt. Vor sechs Monaten, als Gabai von der Kulanu-Partei Mosche Kachlons zur Arbeitspartei wechselte, hatte noch niemand unter den Parteimitgliedern daran gedacht, dass er heute der neue Chef im Hause und damit auch der Spitzenkanditat für das Amt des Ministerpräsidenten bei den nächsten Wahlen sein wird.

(Foto:Miriam Alster/Flash90)

In der gestrigen Stichwahl erlangte Gabai 52 % der abgegebenen Stimmen. Sein Konkurrent, der ehemalige Parteivorsitzende und Verteidigungsminister Amir Peretz musste sich mit 47 % geschlagen geben. Interessant ist, dass beide Kandidaten erst vor kurzem der Arbeitspartei beigetreten waren. Peretz kehrte nach seinem Ausflug in der Tnua-Partei von Zipi Livni nachhause zurück, während Gabai von der neuen Kulanu-Partei zur Arbeitspartei kam. In deiner kurzen Zeit bei Kulanu war er von Mai 2015 bis Mai 2016 als Umweltminister in der Regierung, weswegen er seinen Sitz in der Knesset abgab, um Platz für einen weiteren Abgeordneten vom Kulanu zu machen. Da Avi Gabai also kein amtierender Knesset-Abgeordneter ist, muss diesen Posten jemand anderes aus der Arbeitspartei übernehmen. Der abgewählte ehemalige Vorsitzende Itzhak Herzog hat schon von Gabai eine Zusage bekommen, dass er den Posten des Oppositions-Vorsitzenden weiter innehalten kann.

Amir Peretz hat bereits seine Unterstützung für den neuen Parteivorsitzenden ausgesprochen. Er werde alles dafür tun, damit Avi Gabai der nächste Ministerpräsident Israels sein werde. Es gebe viel zu tun.

In den Medien wurde bereits über das Programm von Gabai berichtet. Er sei für die Zweistaatenlösung, für einen über Judäa und Samaria verteilten Palästinensischen Staat, wo auch jüdische Siedlungsblöcke erhalten bleiben sollen. Dafür sollten Gebiete ausgetauscht werden. Auch sollten die arabischen Stadtteile Jerusalems an die Palästinenser übergeben werden, was eine Teilung Jerusalems bedeuten würde. Ob er mit diesem Programm die Arbeitspartei an die Regierung bringen wird? Mit Netanjahu sei er jedenfalls nicht bereit, zusammen in einer Regierung zu sitzen.

Nach der Wahl waren von den Anhängern Gabais Rufe zu hören: „Hier kommt er, der nächste Ministerpräsident.“

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