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Armee wegen getöteter Gaza-Zivilisten in der Kritik

Die israelische Armee hat während des 50-tägigen Gaza-Krieges im vergangenen Sommer nicht genug getan, um das Leben von palästinensischen Zivilisten zu schützen. Es sei nicht ausreichend zwischen militärischen und zivilen Zielen unterschieden worden. Das behaupten mehrere internationale Organisationen, darunter die „Ärzte für Menschenrechte“, in einem jetzt vorgestellten 237-seitigen Bericht. Die israelische Armee wies die Anschuldigungen zurück. Sie basierten auf einseitigen, falschen Daten aus parteiischen Quellen.

Die israelische Armee hat während des 50-tägigen Gaza-Krieges im vergangenen Sommer nicht genug getan, um das Leben von palästinensischen Zivilisten zu schützen. Es sei nicht ausreichend zwischen militärischen und zivilen Zielen unterschieden worden. Das behaupten mehrere internationale Organisationen, darunter die „Ärzte für Menschenrechte“, in einem jetzt vorgestellten 237-seitigen Bericht. Die israelische Armee wies die Anschuldigungen zurück. Sie basierten auf einseitigen, falschen Daten aus parteiischen Quellen.

In dem Bericht wird der israelischen Armee vorgeworfen, sie habe Zivilisten in Gaza nicht rechtzeitig vor Bombardierungen gewarnt. Der Bericht beruht auf Interviews mit 68 Palästinensern, die während des Krieges verwundet worden waren, auf 370 Autopsieberichten von Todesopfern sowie auf weiteren medizinischen Unterlagen aus dem Gazastreifen. Nach palästinensischen Angaben kamen bei dem Krieg im Gazastreifen mehr als 2000 Menschen ums Leben.

Die Mediziner werfen Israel vor, die Warnungen an die palästinensische Bevölkerung – abgeworfene Flugblätter, Telefonanrufe, Textnachrichten und das ‚Anklopfen‘ an Gebäuden mit Geschossen geringer Sprengkraft – seien uneinheitlich gewesen und hätten den Menschen nicht genug Zeit gelassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Nur sieben Prozent der Interviewten habe angegeben, rechtzeitig gewarnt worden zu sein, heißt es in dem Bericht. Ein palästinensischer Vertreter der beteiligten Organisationen, Al-Mezan, sagte, dies könne ein Kriegsverbrechen darstellen. Die beteiligten Mediziner fordern eine umfassende Untersuchung der Vorfälle.

Die israelische Armee ist der Auffassung, sie habe weit mehr zum Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza getan, als international vorgeschrieben sei.

Israel hatte den Hamas-Islamisten immer wieder Kriegsverbrechen bescheinigt, weil israelische Zivilisten mit Raketen beschossen wurden, weil die Hamas Waffen und Munition in Moscheen lagerte und Schulen als Raketenabschuss-Basen benutzte. Zivilisten sollen so als menschliche Schutzschilde missbraucht worden sein. Zudem habe die Hamas-Regierung die Versorgung von verwundeten Palästinensern in israelischen Kliniken verhindert.

Foto: Ein israelischer Luftschlag hat dieses Gebäude in Rafah im südlichen Gazastreifen zerstört.

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Patrick Callahan

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