Armee fängt neue Gaza-Flotte ohne Zwischenfälle ab

Die israelische Armee hat heute früh die neue „Hilfsflotte“ für den Gazastreifen abgefangen. Israelische Marinesoldaten eskortieren das schwedische Schiff in den israelischen Hafen Aschdod, wo es am Dienstagmittag einlaufen soll. Die Aktion sei etwa 100 Seemeilen von der Küste entfernt ohne Zwischenfälle und ohne Anwendung von Gewalt vonstatten gegangen, teilte die Armee mit.

Armee  fängt neue Gaza-Flotte ohne Zwischenfälle ab

Die israelische Armee hat heute früh die neue „Hilfsflotte“ für den Gazastreifen abgefangen. Israelische Marinesoldaten eskortieren das schwedische Schiff in den israelischen Hafen Aschdod, wo es am Dienstagmittag einlaufen soll. Die Aktion sei etwa 100 Seemeilen von der Küste entfernt ohne Zwischenfälle und ohne Anwendung von Gewalt vonstatten gegangen, teilte die Armee mit.

Zuvor sei das Schiff mehrfach aufgefordert worden, seinen Kurs zu ändern, was die Besatzung abgelehnt hatte.

Bei dem Schiff handelt es sich um den schwedischen Trawler „Marianne von Göteburg“. Es ist Teil der sogenannten Freiheitsflotte III, ein Konvoi mit pro-palästinensischen Aktivisten an Bord. Sie wollten gegen die Seeblockade des Gazastreifens demonstrieren sowie auf die angebliche Verletzung der Rechte von 1,8 Millionen Palästinensern im Gazastreifen aufmerksam machen. Über die anderen Schiffe des Konvois war zunächst nichts bekannt.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gratulierte der Marine zu dem Einsatz. Die Flotte sei „nichts als eine Demonstration von Scheinheiligkeit und Lügen, die letztendlich nur der Hamas helfe“, erklärte Netanjahu.

Bei einer ähnlichen Aktion im Mai 2010 hatte ein israelisches Marinekommando das größte Boot der Gaza-Flotte, das türkische Schiff „Mavi Marmara“, geentert. Dabei waren neun türkische Aktivisten ums Leben gekommen.

Foto: Palästinensische Kinder in Gaza wurden dazu angehalten, für die Gaza-Flotte zu demonstrieren.

Foto: Aaed Tayeh (Flash90)

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