Arabischer Christ aus Ost-Jerusalem im israelischen Grenzschutz

Die Tageszeitung „Jediot Achronot“ berichtet heute über einen arabischen Christen aus Ost-Jerusalem, der in diesen Tagen seine viermonatige Grundausbildung beim israelischen Grenzschutz beendet und nun bald seinen regulären Dienst als Grenzschutz-Polizist beginnen wird.

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Die Tageszeitung Jediot Achronot berichtet heute über einen arabischen Christen aus Ost-Jerusalem, der in diesen Tagen seine viermonatige Grundausbildung beim israelischen Grenzschutz beendet und nun bald seinen regulären Dienst als Grenzschutz-Polizist beginnen wird.

Israelische Araber sind nicht verpflichtet, Dienst in der Armee zu leisten. Dennoch gibt es immer mehr, die sich für einen Dienst in der israelischen Armee entscheiden, um ihrem Land zu dienen. Das ist auch bei T. der Fall, dessen Name zu seinem eigenen Schutz leider geheimgehalten werden muss.

Der 19-jährige T. lebt mit seiner Mutter in einem Stadtteil im Osten Jerusalems. Er und seine Familie stammen aus dem Norden Israels. Seit seinem vierten Lebensjahr leben sie in Jerusalem. Da T. das einzige Kind ist, musste seine Mutter seinen Dienst in einer Kampfeinheit mit ihrer Unterschrift genehmigen. Sein Vater starb vor acht Jahren an einer Krebserkrankung, seitdem half T. seiner Mutter und verdiente Geld bei Arbeiten als Kellner und in Hotels.

In seinem Gespräch mit der Zeitung erzählt T., dass er schon als Zwölfjähriger von einem Dienst im Grenzschutz geträumt hatte. „Ich überlegte, wie ich dem Land dienen und mich weiterentwickeln kann“, erzählt T., „und der Grenzschutz war in meinen Augen die beste Wahl.“

Allerdings muss er in seinem Stadtteil geheim halten, dass er seinen Dienst im Grenzschutz begonnen hat. Angst um sich habe er nicht, befürchte aber, dass seine Familie zu Schaden kommen könnte. So verlässt er alle zwei Wochen die Basis in Uniform, die er dann in der Zentralen Busstation mit seiner Zivilkleidung austauscht. Auch seine Waffe lasse er in der Basis. Seine Freunde fahren ihn dann direkt vor die Tür seines Hauses. „Auch umgekehrt mache ich es so“, erzählt T. weiter. Er verlässt das Haus in seiner zivilen Kleidung. Erst an der Busstation wechselt er dann in die Uniform.

Drei seiner Freunde haben sich von seiner Begeisterung, dem Land zu dienen, anstecken lassen, und werden ebenfalls bald ihren Dienst in der israelischen Armee beginnen.

Am Mittwoch wird T. seine Grundausbildung abschließen und die Nadel des Grenzschutz-Kämpfers erhalten. „Ich werde überall dort kämpfen, wo ich gebraucht werde“, sagt er. Allerdings sei es besser, wenn er nicht in seinem Stadtteil, wo es in der Vergangenheit oft zu Ausschreitungen gekommen war, eingesetzt würde, aus Angst erkannt zu werden, sagt er. „Am liebsten würde ich beim Grenzschutz in Judäa und Samaria dienen, dort ist immer am meisten los“, sagt er weiter und schließt mit den Worten: „Es ist eine Ehre für mich, dem Land zu dienen und es zu beschützen. Dies ist mein Land, so wie es für jeden Menschen ist, der in diesem Land lebt.“

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