MitgliederApostel Paulus, Politik und apokalyptische Heiden

Befürwortet der Apostel Paulus die Einhaltung der Tora und der jüdischen Tradition? Auch für Nichtjuden? Es kommt ganz darauf an.

von Solomon Kirsch | | Themen: messianisch-jüdische Theologie
Apostel Paulus Foto: Wikicommons

Apostel Paulus, der Heidenapostel, lebte inmitten eines Paradoxons. Der Messias war gekommen, auferstanden und gegangen, und doch ist er noch da. Andererseits ist er aber auch nicht ganz da, sondern kommt erst noch.

In den hebräischen Schriften lassen sich kaum Hinweise auf diese rätselhafte neue messianische Situation finden.  Wie sollte sich der Apostel Paulus in dieser neuen Realität verhalten? Sollte er auf die künftige Fülle warten, die sich bei der Wiederkunft des Messias entfalten wird? Oder sollte er dem Impuls folgen, auf die Erfüllung des messianischen Reiches jetzt hier auf Erden hinzuarbeiten?

In diesem neuen Gebiet einer teilweisen messianischen Erfüllung nimmt Paulus eine Mission an, um die heidnischen Völker zu erreichen. Paulus stellt sich die prophetische Endzeit vor, in der die Völker zum Berg Zion hinaufziehen werden, um den Gott Israels anzubeten, wie er es im Römerbrief erwähnt. Während dieser messianischen Wartezeit wendet sich sein Glaube dem Aktivismus zu und er arbeitet eifrig daran, Elemente der messianischen Vollendung herbeizuführen, die sich noch nicht erfüllt hatten....

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7 Antworten zu “Apostel Paulus, Politik und apokalyptische Heiden”

  1. eberhard.siebel sagt:

    Paulus kann man nur verstehen, wenn man das Geheimnis der Gemeinde aus Juden und Heiden als den Leib Christi versteht. Dieses Geheimnis wurde allein Paulus offenbart, auch nicht den Propheten des alten Bundes.
    Die Gemeinde ist nur eine Auswahl aus allen Nationen – einschl. Israels. Weltmission wird von Juden im Millenium, dem Königreich des Messias durchgeführt.

  2. hdfuerst sagt:

    Paulus wollte die Jüngerschaft Jesu beseitigen. Er hatte Briefe, die ein Verbot der Tätigkeit der Jünger beinhaltete, dabei, als er mit Gefolge zum Zentrum der Lehrtätigkeit zog, dass im NT als „Land Damaskus“ bezeichnet wird. Es wird von einer Vision berichtet, in der Paulus eine Vision von Jesus gehabt haben soll, in der Jesus ihn fragte Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“ Daraus geht hervor, dass Paulus, wie berichtet, die Jünger Jesu schon zu Lebzeiten Jesu verfolgt. In den „Qumran-Schriften“ wird von einem „Lügenprediger“ und „Windwäger“ berichtet, der genau auf die Person des Paulus passt.

  3. marie.luise.notar sagt:

    Beschnitten oder nicht—diese Frage ist im NT zweitrangig….und schon im TANACH ist die Rede von der Herzensbeschneidung….darauf kommt es letztlich an.

  4. Jörg Rene Rodegra sagt:

    Der Paulus, er hat auf jeden Fall für Verwirrung gesorgt….
    Dazu spricht er von „Mein Evangelium“!

    Vor Gott zählt ein Ja für ein Ja und ein Nein für ein Nein, alles Andere ist Philosophie und damit Lüge.

    Saulus hatte ein Licht gesehen…. Die Geschichte dazu steht an drei Stellen im NT, alle sind unterschiedlich. Für mich ist „Paulus“ der „Engel des Lichts“. Shalom

  5. jotfried sagt:

    Dank großem Respekt vor den Bemühungen unzähliger Bibel-Kommentatoren sehe ich zunehmend eine immer größer werdende Lücke. Zweifelsfrei hat Paulus Großes geleistet, aber neben ihm, vor ihm und nach ihm wird immer drängender die Forderung nach Anerkennung dessen, was bei Joh.14,6 steht, nämlich die Jesus-Aussage ICH BIN DER WEG DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN.

    Die alt-testamentlichen „ur-jüdischen messianischen Erwartungen“ wurden durch das NT nicht nur erweitert. Die Interpretation obliegt auch heutigen Lesern. Für mich ist es Gewissheit geworden, in jedem lebendigen Lebewesen realisiert sich der zitierte Satz.

  6. Werner G. Hänni sagt:

    Der Verfasser des Römerbriefes stellt sich vor: Paulus, Knecht Christi Jesu, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes, das er durch seine Propheten in heiligen Schriften verheissen hat. (Die Aufzählung all seiner „Vorzüge“ geht noch bis zu Vers 7 weiter)
    Es lohnt sich, nachzuprüfen, ob das alles den Tatsachen entspricht.
    In Gal 1,8 sagt Paulus weiter: Wenn aber wir oder ein Engel aus dem Himmel, euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigen, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht! Er verflucht damit die Juden, die sich vom Tanach nicht abwenden wollten.
    Nicht vergessen: Als das NT geschrieben wurde, war der Jude Jeshua schon mindestens ein halbes Jahrhundert tot.

  7. Patricia Schekahn sagt:

    Vielen Dank für den Artikel über den Apostel Paulus.
    Für mich ist er einer der größten Gelehrten, auch wenn er nicht immer verständlich für alle Gläubigen, auch mich, ist.
    „Petrus hatte Recht und Paulus wurde missverstanden, wie wir in Apostelgeschichte Kapitel 20 erfahren.“
    Wenn unser Messias zurückkehrt werden alle Apostel, auch der Apostel Paulus und alle Heiligen mit ihm sein. In der Gegenwart des Messias werden wir ihm all die Fragen, die uns heute nicht verständlich sind, stellen können. Er wird uns gewiß antworten wollen. Paulus wurde 67 n.Chr. in Rom für seinen Glauben und Missionstätigkeit hingerichtet. Ich möchte gerne auf ein Buch von Dr. Lizorkin-Eyzenberg, Präsident des Israel Bible Center verweisen, der sich
    mit dem Apostel Paulus im j ü d i s c h e n Kontext auseinander gesetzt hat. Schalom.

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