Wie Israel dem Iran eine weitere Niederlage hinzufügte

Nach einer Reihe von Zusammenstößen in der vergangenen Woche ist dem Iran klargeworden, dass er die militärischen Fähigkeiten Israels immer noch nicht erreichen oder überwinden kann.

Wie Israel dem Iran eine weitere Niederlage hinzufügte

Nachdem Israel seine Aktivitäten gegen den Iran nun auch auf den Irak ausgeweitet hat, weil der Iran versucht, die schiitischen Milizen mit ballistischen Raketen zu bewaffnen, die Israel erreichen können, scheint man innerhalb der israelischen Armee und der Regierung zu dem Entschluss gekommen zu sein, dass die Situation im Libanon eine ähnliche Maßnahme verlangt.

Als die iranischen Revolutionsgarden der Quds Brigaden zusammen mit der Hisbollah vor einer Woche einen massiven Drohnenangriff auf den Norden Israels starten wollten, demonstrierte das israelische Militär seine beeindruckenden nachrichtendienstlichen und technologischen Errungenschaften im Kampf gegen den Iran.

Am letzten Sonntag verhinderte die israelische Luftwaffe einen massiven iranischen Drohnenangriff von syrischem Boden aus auf den Norden Israels, den der scharfsinnige Befehlshaber der Quds Brigaden, Qassem Soleimani, plante.

„Der Iran hat nirgendwo Immunität”, sagte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu nach der Aktion der israelischen Luftwaffe in Syrien und warnte später Soleimani und die Hisbollah, dass Israel weiß, was sie planen würden.

In der Tat scheint das israelische Militär über nahezu jede Bewegung der Quds Brigaden und ihrer vielen Stellvertreter im Nahen Osten Bescheid zu wissen.

Tatsache ist, dass das israelische Militär die sorgfältig geplanten Kamikaze-Drohnenangriffe gegen die israelischen Landkreise im Norden Israels durch den Einsatz seiner massiven nachrichtendienstlichen Fähigkeiten verhindert hat.

Das Gleiche geschah im letzten Monat mit dem militärischen Aufbau der vom Iran gegründeten und finanzierten Dachorganisation al-Hashd al-Shaabi, die hauptsächlich aus schiitische Milizen im Irak besteht.

Die israelische Luftwaffe vereitelte in den letzten Monaten jeden Versuch, iranische ballistische Raketen an al-Hashd al-Shaabi zu liefern.

Im Libanon hat das israelische Militär jedoch darauf geachtet, ohne militärische Gewalt die iranischen Versuche zu vereiteln, einfache Raketen in Lenkwaffen umzuwandeln und weitere hoch entwickelte Waffen an die Hisbollah zu liefern.

Stattdessen hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf diplomatischen Weg den Iran daran gehindert, die notwendigen Komponenten für die Umrüstung dieser Raketen zu liefern.

Die US-Regierung verstärkte den Druck auf die libanesische Regierung, die Hisbollah einzudämmen, nachdem Netanjahu während einer Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen Ende 2018 Enthüllungen über das iranische Geheimraketenprogramm im Libanon gemacht hatte.

Nachdem Netanjahu enthüllt hatte, dass „der Iran die Hisbollah anweist, geheime Standorte zu errichten, um ungenaue Projektile in präzisionsgelenkte Raketen umzuwandeln, die mit einer Genauigkeit von zehn Metern Ziele weit innerhalb Israels ins Visier nehmen können”, gab Netanjahu den Standort von drei geheimen Raketenumwandlungsstandorten in einem Stadtviertel von Beirut und dem internationalen Flughafen des Libanon bekannt.

„Ich habe (auch) heute eine Botschaft an die Hisbollah: Israel weiß, Israel weiß auch, was Ihr tut, Israel weiß, wo Ihr es tun. Und Israel lässt Euch nicht davonkommen“, sagte der israelische Führer damals.

Netanjahu hat bezüglich Israels Fähigkeiten, Informationen zu sammeln, nicht übertrieben, wie aus einem Vorfall in Beirut am letzten Sonntag hervorgeht, der von den internationalen Medien weitgehend falsch interpretiert wurde.

Wenige Stunden nachdem Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe die iranischen Angriffsdrohnen im Dorf Aqraba in der Nähe von Damaskus abgeschossen hatten, unternahm Israel etwas, was man seit Jahren während des nun offenen Konflikts mit dem Iran und seinen Vertretern nicht gesehen hatte.

Mit den beiden Drohnen, die in der Nähe des Medienzentrums der Hisbollah im Bezirk Moawas und des Hauptquartiers der Terrororganisation in Dahiyeh explodierten, wurde laut The Times ein neuer Versuch des Iran vereitelt, Komponenten für die Umwandlung von einfachen Raketen zu liefern.

Die beiden DIJ-Drohnen, die mit 5,5 Kilogramm C4-Plastiksprengstoff beladen waren, schwebten über Dahiyeh und Moawas, um die Lieferung eines acht Tonnen schweren industriellen Mischers zu verhindern, der zur Herstellung von Festbrennstoff-Treibgasen verwendet wird, was die Triebwerksleistung von Raketen und deren Genauigkeit verbessern, berichtete die britische Zeitung.

Als zwei Lastwagen mit dem schweren Gerät schließlich in der Nähe eines Parkplatzes in Beirut auftauchten, wurden sie von den Drohnen angegriffen und gingen in Flammen auf, wobei wichtige Teile der Präzisionsraketentechnologie beschädigt und ein Computersteuerungssystem zerstört wurden, das für die Umwandlung von einfachen Raketen in lenkbare Präzisionsraketen erforderlich war.

Der verpatzte Transfer des Mischers und der Computersysteme war Teil eines iranischen Plans, das Präzisionsraketenprojekt von syrischem Boden in zivile Gebiete in Beirut zu verlagern.

Die Iraner und die Hisbollah dachten offenbar, Israel würde es nicht wagen, in Beirut anzugreifen, um zivile Opfer zu vermeiden und die Gefahr eines neuen Krieges mit der Hisbollah zu vermeiden.

Sie haben sich wieder verrechnet.

Die israelische Regierung ist entschlossen, der Hisbollah den Bau eines Präzisionsraketenarsenals im Libanon nicht zu ermöglichen und die Fähigkeit der Organisation zu einem massiven Überraschungsangriff auf den jüdischen Staat einzuschränken.

Die Hisbollah ist bereits im Besitz von rund 140.000 Raketen, die jeden Teil Israels erreichen können, verfügt jedoch nur über ein paar Dutzend GPS-Lenkflugkörper.

Auf israelischer Seite wird geschätzt, dass die Hisbollah innerhalb eines Jahrzehnts mehr als 1.000 Präzisionsraketen besitzen wird, wenn nichts unternommen werde.

Die Hisbollah hat wiederholt gewarnt, dass sie mit diesen Raketen in einem zukünftigen Krieg mit dem israelischen Militär lebenswichtige zivile und militärische Einrichtungen im jüdischen Staat angreifen werde.

Beobachter erwarten nun, dass die Hisbollah und die Quds Brigaden in den kommenden Tagen Gegenmaßnahmen ergreifen werden. Aus diesem Grund hat die israelische Armee beschlossen, Straßen in der Nähe der libanesischen Grenze zu sperren.

Die iranische Achse wird jedoch zu diesem Zeitpunkt keinen Krieg gegen Israel beginnen.

Warum? Weil Soleimani in Syrien noch mit dem Aufbau der Truppen beschäftigt ist und nach dem Debakel vom letzten Sonntag feststellen wird, dass seine Streitkräfte noch einen langen Weg vor sich haben, bevor sie den Fähigkeiten des israelischen Militärs gewachsen sein werden.

Kommentare: