Alles wird gut

Auch nach Corona haben wir es nicht leicht, alles wird teurer. Aber die Supermärkte sind trotzdem voll.

| Themen: Guten Morgen
Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Guten Morgen, liebe Leser!

Es ist Wochenende. Wir machen Pause vom Alltagsstress, der uns seit dem „Ende“ der Corona-Krise wieder voll in der Hand hat. Wie Ihnen sicher aufgefallen ist, habe ich des Wort „Ende“ mit Ausführungszeichen versehen, denn Corona ist natürlich nicht beendet. Wir haben jetzt eine andere Einstellung dazu, haben es irgendwie gelernt, mit diesem Virus zu leben. In den letzten Wochen wurde hier bei uns sogar von der „sechsten Welle“ gesprochen. Das aber scheint nicht sehr viele von uns interessiert zu haben, wie wir es auch an den riesigen Warteschlangen am Flughafen sehen können. Ok, Corona ist also irgendwie vorbei, jedenfalls, was unser tägliches Alltagsleben betrifft, solange sich niemand mit dem Virus ansteckt.

Aber glauben Sie bloß nicht, dass wir ohne Corona keine Probleme mehr haben. Die haben wir und das nicht zu wenig. Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Was uns momentan am meisten beschäftigt ist komischerweise nicht der Krieg in der Ukraine, sondern eher die Auswirkungen davon. Damit meine ich die Preissteigerungen in fast allen Bereichen unseres täglichen Lebens.

Gerade gestern, bei meinem wöchentlichen Einkauf im Supermarkt, habe ich das wieder zu spüren bekommen. In der letzten Zeit ist eigentlich fast alles teurer geworden. Das Problem ist, dass auch vor den Preiserhöhungen alles schon teuer war, im Vergleich zu den Preisen in deutschen Supermärkten jedenfalls. Ich war nun schon seit drei Jahren nicht mehr dort, daher werden Sie es sicher besser wissen, wie es mit den Preisen bei Ihnen aussieht. Jedenfalls erreiche ich bei meinen Wochenendeinkäufen oft eine vierstellige Summe. Dafür bleibe ich aber an den anderen Tagen dem Supermarkt fern. Den Benzinpreis brauche ich nicht zu erwähnen, denn der spielt ja auch bei Ihnen verrückt.

Ob teuer oder nicht, zum Wochenende wird eingekauft. Bild: Michael Giladi/Flash90

Vor einigen Tagen wurde eine weitere Welle von Preiserhöhungen angekündigt. An erster Stelle der Preis für den Strom und dann die Folgen dessen. Sogar das vom Staat subventionierte Brot soll jetzt um 20 Prozent teurer werden. In den Medien wird viel darüber gesprochen und geschrieben, aber damit hat es sich dann auch. Trotz allem war mein Supermarkt auch gestern wieder voll. Schließlich muss etwas auf den Schabbat-Tisch gebracht werden. Irgendwie haben wir aufgegeben, etwas gegen die Verteuerungen zu unternehmen. Die zwei „Coronajahre“ scheinen uns müde gemacht zu haben.

Und dann haben wir den überfüllten Flughafen mit zigtausenden Israelis, die ins Ausland fliegen. Geht es uns vielleicht doch nicht so schlecht?

Wissen Sie was? Wir hatten hier schon schlimmere Zeiten. Alles wird gut, das war der erste Satz, den ich hier in Israel gelernt habe, Hakol jehije beseder“. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein wunderschönes Wochenende und einen gesegneten Schabbat.

 

Schabbat Schalom aus Modiin!


 

Und jetzt noch eben das Wetter:

Das Wetter für heute in Israel

Sonnig und etwas weniger warm als es zu dieser Zeit normalerweise ist. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 27 Grad, Tiberias am See Genezareth 35  Grad, am Toten Meer 35 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 38 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter am Sinken, er liegt jetzt bei -209.375 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 0,575 Meter bis zur obersten Grenze!

 

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