Ab in den Norden

Heute können Sie wieder unsere Kollegin Ayala bei einem Ausflug begleiten. Es geht in den hohen Norden nach Kiriat Shmona zum Zelten am Jordanfluss.

von Ayala Shalmayev | | Themen: Guten Morgen
Foto: Ayala Shalmayev

Guten Morgen liebe Leser!

Gerne denke ich an unser letztes Wochenende zurück, als wir uns am Unabhängigkeitstag mit unseren fünf Kindern und zwei weiteren Familien aufmachten und in den Norden fuhren, um dort endlich wieder einmal zu zelten. All diejenigen von Euch die das Zelten genauso lieben, können sich bestimmt vorstellen, was es da alles zu packen und vorzubereiten gab v.a. wenn man eine große Familie hat. Die Wäscheberge danach sind kaum zu bewältigen, aber egal wie viel man vorher und nachher zu tun hat – es lohnt sich über alles!

Nachdem es leider letztes Jahr nicht möglich gewesen war, zu zelten, da wir uns in den schönsten Jahreszeiten in Lockdowns befanden und zwischendrin auch noch umgezogen sind, haben wir uns umso mehr gefreut, dass es nun endlich wieder so weit war. Wir haben uns danach gesehnt, in die Natur zu fahren. Und deswegen entschieden wir uns für Natur pur. Was heißt, dass unser Ziel nicht irgendein Park war, wo offiziell das Zelt aufgestellt werden kann, sondern einfach irgendwo in der Natur, ohne Toilette, ohne Dusche. Und so fuhren wir weit in den Norden hinauf und fanden unser Plätzchen in der Nähe von Kiriat Shmona, gleich neben dem Jordanfluss. (Kiriat Shmona ist die nördlichst gelegene Stadt vor der Grenze zum Libanon). Wir schlugen unsere Zelte auf und das Abenteuer begann.

Wir konnten von unseren Zelten aus den Hermon-Berg ganz in der Nähe sehen, welcher sogar noch mit etwas Schnee bedeckt war. Dies erklärte dann auch die eisige Kälte der Wassertemperatur! Aber nichtsdestotrotz sprangen wir alle mehrmals ins kalte Nass, wirklich alle, inkl. die kleinsten drei-, vierjährigen Kinder. Unsere Atmung ging unkontrolliert etwas in Schnappatmung über, da das Wasser wirklich sehr kalt war.

Aber man musste sich einfach bewegen und man gewöhnte sich sogar fast daran. Tagsüber hatten wir um die 34 Grad und die Abkühlung tat wirklich sehr gut. Wir genossen von Donnerstag bis Samstag einfach das Nichtstun, machten immer wieder einmal ein Feuer und grillten.

Gehört einfach dazu, das Grillen

Bis nach Mitternacht saßen wir Erwachsenen jeweils ums Feuer, plauderten, genossen die Ruhe der Natur und den klaren Sternenhimmel. Nur die Schakale schienen in der Nähe zu sein, aber das störte uns nicht. Die Kinder waren pausenlos beschäftigt, es gab nicht ein Moment wo sie nichts zu tun hatten. Sie bastelten u.a. mit Stöcken und Schnüren Angelruten und „fischten“ stundenlang und gaben die Hoffnung nicht auf, auch wenn schlussendlich kein einziger Fisch am Nagel anbeißen wollte.

Am Samstag wurden dann 36 Grad erwartet und da es bereits morgens sehr heiß war, fingen wir schon ziemlich bald nach dem Sonnenaufgang an unsere Zelte abzubrechen. Wir fuhren danach weiter nördlich, bis zum Mizpe Bnaia (מצפה בניה) ein Aussichtspunkt wo man die nahegelegenen Häuser im Libanon sehen konnte und einen wunderbaren Blick auf den Hermon hatte.

Mizpeh Bnaia, mit Blick auf Häuser im Libanon
Der Hermon Berg mit Schnee im Hintergrund

Es war so heiß, dass nur noch etwas infrage kam: Baden im See Genezareth! Also fuhren wir los nach Tiberias, machten halt an einem Strand, packten wieder den ganzen Proviant aus, zündeten den Grill an, assen, ruhten uns aus und badeten im See. Als sich der Tag dem Ende neigte, machten wir uns auf den Nachhauseweg. Es waren für uns alle unvergesslich schöne Tage, ein Abenteuer, an das wir gerne zurückdenken.

Der See Genezareth

Und nun das Wetter:

 

Das Wetter für heute in Israel

Heiter bis wolkig ohne bemerkenswerte Veränderungen der Temperaturen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 23 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 28 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Beersheva 26 Grad, Eilat am Roten Meer 31 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei – 209,10  m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 30 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Donnerstag. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Na’ale!

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