„Hier spürte ich die Zeit, mein Dasein, mein Ich.“

Bericht von der 3. Wüstenwanderreise

„Hier spürte ich die Zeit, mein Dasein, mein Ich.“

Ein Teilnehmer der 3. Wüstenwanderreise im November 2019 berichtet:

Am 19.11. flogen wir nach Tel Aviv zu einer geführten Gruppen-Wanderung in der Negev-Wüste mit dem Leitspruch  „Negev extrem“, durchgeführt von „Israel heute“. Am nächsten Tag trafen wir auf 21 prachtvolle, begeisterte Wandersleute von etwa gut 20 bis über 80 Jahren. Das waren alles prächtige Menschen, die sich vorher nicht kannten und sich untereinander halfen und beistanden, wenn immer es  geboten war, z. B. auch bei steilen, manchmal über mehrere Meter senkrechten Auf- oder Abstiegen. Wir fuhren mit einem Bus von Tel Aviv bis in dem Ort Sede Boker in der Negev-Wüste, wo Ben Gurion beerdigt liegt. Hier begann unsere  einwöchige Wanderung durch tiefe Wadis mit teilweise spärlichem Baum- und Strauchwuchs.

Faszinierende weite Ausblicke unter blauem Himmel bei bis zu 30 °C am Tag und 4 °C in der Nacht. Wir schliefen in Zelten, die wir abends aufbauten und morgens wieder zusammenlegten. Wir marschierten zwischen 15 und 23 km pro Tag und wurden morgens und abends prächtig verpflegt. Die Mittagsmahlzeit und das Trinkwasser trugen wir mit auf dem Weg. Am Schabbat machten wir nach der Vorabendandacht Pause und suchten in der Wüste jeder allein für sich einen Ort auf, an dem er/sie für 3 bis 5 Stunden in wunderbarer Stille allein verweilte. Die Kargheit mit den so gering gebotenen Lebensmöglichkeiten in dieser Urlandschaft der Wüste, die Weite der herrlichen, so vielfältig gestalteten Täler und Berge und der offene Himmel, unter dem die Propheten des Alten Testamentes ihre Eingebungen erhielten,  ließen uns unseren Lebensrhythmus und zugleich unsere Geborgenheit in Gott spüren. Hier spürte ich die Zeit, mein Dasein, mein Ich. Der Lärm der Welt war hier nicht mehr zu vernehmen, ein göttliches Geschenk für uns.

Für wahrscheinlich alle Mitwanderer/innen war dieses Wüstenerlebnis der Höhepunkt unserer Wanderung, die nach dem Ersteigen des Gebirges um Eilat dort mit einem Bad im Roten Meer am siebten Tag endete. Es war ein grandioses Erlebnis, das uns alle geformt hat. Wir durchfuhren danach auf dem Weg nach Jerusalem hunderte von Kilometern, in denen die Israelis mitten im Wüstensand zigtausend Olivenbäume und Weinstöcke gepflanzt und tröpfchenweise mit dem Grundwasser bewässert haben. „Die Wüste blüht“.

 

Letzte Gelegenheit an unserer 4. Wüstenwanderung vom 11. bis zum 18. März 2020 teilzunehmen!

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