Am Montag, dem 26. Mai, erreichten 170 Lastwagen mit humanitärer Hilfe über den israelischen Grenzübergang Kerem Schalom den Gazastreifen. Das teilte der israelische Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) mit.
Die Lastwagen brachten Lebensmittel, medizinische Ausrüstung und pharmazeutische Produkte, darunter auch Impfstoffe.
Nach Angaben von COGAT hat Israel seit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 über 63.000 Hilfslastwagen in den Gazastreifen einfahren lassen. Diese lieferten rund 1,35 Millionen Tonnen Lebensmittel, mehr als 45.000 Tonnen medizinische Versorgung sowie über 165.000 Tonnen Unterkunftsmaterialien.
Monday (May 26) aid update:
🚛170 truck carrying humanitarian aid entered the Gaza Strip through the Kerem Shalom Crossing:
✔️Food aid
✔️Medical supplies
✔️Pharmaceutical drugs, including vaccines.We will continue to facilitate humanitarian aid into Gaza while making every… pic.twitter.com/vHvPqowNA0
— COGAT (@cogatonline) May 26, 2025
Die Hilfe erfolgt unter strengen Sicherheitskontrollen und in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen sowie anderen internationalen Organisationen.
COGAT erklärte, man werde weiterhin humanitäre Unterstützung leisten, unternehme jedoch alle Anstrengungen, um zu verhindern, dass Hilfsgüter in die Hände der Hamas gelangen.
Gleichzeitig wies COGAT die Behauptung des UN-Untergeneralsekretärs für humanitäre Angelegenheiten, Tom Fletcher, zurück, wonach 10.000 Hilfstransporter auf den Zugang nach Gaza warteten. Nach israelischen Angaben gibt es keine 10.000 wartenden Lastwagen, sondern mehrere Hundert Hilfslieferungen, die sich bereits auf der Gaza-Seite des Übergangs befinden und bislang nicht von den UN abgeholt wurden.
Hey look, it’s @UNReliefChief with another libelous lie.
We’ve been patient with your media circus, but your lies just keep coming:
There are no 10 thousand trucks waiting to go into Gaza. What there are, are hundreds of trucks‘ worth of aid the @UN hasn’t picked up from the… pic.twitter.com/qZzuKHYFB2
— COGAT (@cogatonline) May 26, 2025
In einem Interview mit BBC Radio 4 hatte Fletcher zudem erklärt, „14.000 Babys würden in den nächsten 48 Stunden sterben, wenn sie nicht erreicht würden.“
Die BBC veröffentlichte später eine Korrektur und stellte klar, dass sich diese Zahl auf Kinder bezieht, die im Verlauf eines Jahres von schwerer Unterernährung bedroht sind – nicht auf einen unmittelbar bevorstehenden Tod.
Bis zur Korrektur war Fletchers Aussage bereits von mindestens neun britischen Abgeordneten im Unterhaus zitiert und von zahlreichen Medien verbreitet worden.
Unterdessen wurde laut hebräischen Medien am Montag das erste von acht geplanten Hilfsverteilzentren der von den USA betriebenen Gaza Humanitarian Foundation im Gazastreifen eröffnet. Drei weitere sollen im Laufe der Woche folgen, vier weitere befinden sich in Planung.
Drei der ersten vier Verteilzentren befinden sich im Morag-Korridor im Süden des Gazastreifens, ein weiteres südlich des Netzarim-Korridors, der südlich von Gaza-Stadt verläuft.
Jedes Verteilzentrum liegt in einem gesicherten Gelände, das von Erdwällen umgeben ist und über eine Zufahrtsroute für Lastwagen sowie einen Entladebereich verfügt.
Die Verteilung der Lebensmittelpakete erfolgt direkt durch amerikanische Auftragnehmer. Die israelischen Streitkräfte sichern die Areale aus der Ferne.
Laut israelischem Militär enthält jedes Paket ausreichend Nahrungsmittel für fünf Personen für fünf Tage. Jedes Zentrum soll rund 300.000 Menschen versorgen können.
Die Einrichtung dieser Zentren ist Teil eines Plans zur Umgehung der Vereinten Nationen, damit Hilfsgüter nicht in die Hände der Hamas gelangen.




