Die scheinbar harmlose Visite des jordanischen Kronprinzen, die am 11. März 2021 auf dem Tempelberg stattfinden sollte, war anscheinend von langer Hand vorbereitet. Hinter diesem ersten derart konzipierten Besuch seit Jahrzehnten stand der Plan des jordanischen Königs Abdullah, seinen Sohn und Erben, den 26-jährigen Kronprinzen Hussein, zu einer Heldenfigur zu machen. Dies sollte den Weg für seine eventuelle Nachfolge bereiten und das Image von Prinz Hussein im haschemitischen jordanischen Königreich stärken. Es sollte auch das Image des Prinzen in der breiteren arabischen Welt stärken und Sympathien für den Prinzen und seine Familie wecken – immerhin ist er es, der die Monarchie erhalten soll.
Der Besuch auf dem Tempelberg wurde sorgfältig an einem der heiligen Tage des Islam geplant, an dem der Überlieferung nach die nächtliche Reise des Propheten Mohammed von Mekka in Saudi-Arabien zur Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem stattgefunden haben soll. Der jordanische Thronfolger gehört zur Dynastie der Haschemiten, die sich als Nachfahren des Propheten Muhammad betrachten. Islamische Überlieferung über die nächtliche Reise Mohammeds nach Jerusalem




