Um seine Nachtgesichte dem Volk zu übermitteln, benötigte Sacharja einen Deuteengel. Wir haben es mit einem Apokalypsepropheten zu tun.
In seiner ersten Prophezeiung geht es um die Debatte, wann die Erlösung im Volk endlich eintrifft. Denn bisher sind nur die Verheißungen früherer Propheten von Zerstörung in Erfüllung gegangen, nicht aber die Verheißungen von Trost und Erlösung. Daher sagt der Prophet: „So spricht der HERR der Heerscharen: Kehrt um zu mir, so will ich mich zu euch kehren! Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten gepredigt und gesagt haben: Kehrt doch um von euren bösen Wegen und von euren schlimmen Taten! Sie hörten aber nicht und achteten nicht auf mich.“ Beide, Sacharja und Haggai, haben die Volksführer bewegt, den Tempel in Jerusalem wieder zu errichten. Sacharja macht dem Volk deutlich, dass zu einer Umkehr zu Gott auch der Bau des Tempels gehört. Und als der Tempel fertig ist, ruft Sacharja sein Volk auf, gnädiger innerhalb des Volkes zu sein: „Übt treulich Recht und erweist jeder seinem Bruder Gnade und Erbarmen, bedrückt Witwen und Waisen nicht, auch nicht den...
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