Dafür hat die PLO bereits vor Jahren eine Sonderabteilung gegründet, die im westlichen Stadtteil gelegene Immobilien auflistet, die vor 1948 palästinensischen Familien gehört haben. Deren Nachfahren klagen jetzt gegen den Staat Israel. In letzter Zeit ist die Zahl solcher Verfahren vor israelischen Gerichten drastisch angestiegen.
Während des Unabhängigkeitskrieges flohen Palästinenser aus Jerusalem, ihre Häuser lagen außerhalb der Altstadt. Auch Juden flohen, viele aus dem jüdischen Altstadtviertel. Nach dem Krieg verwaltete der Staat Israel die verlassenen Häuser und Grundstücke in Jerusalem, genannt „verlassene Immobilien“. In den ersten Staatsjahren wurden die Häuser und Wohnungen schließlich an jüdische Neueinwanderer gegeben. Diese Häuser stehen in heute als Nobelviertel betrachteten Stadtteilen wie Rechavia, Talbiye, Ein Kerem, Lifta, Talpiot und der Moschwa Ha Germanit (Deutsche Kolonie).
Die Palästinenser sehen das Immobilienpotential und ziehen gegen Israel alle Register. Dazu gehört auch die Welt-Kultur-Organisation UNESCO. In Ein Kerem, übersetzt „Quelle des Weinbergs“, soll Johannes der Täufer gewohnt haben....
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