Seit den ersten Jahrhunderten bis in die heutige Zeit unterbreiten orthodoxe Lehrer das Konzept, dass „Gottes Kreuzigung“ an einem Ort namens „Schädelstätte“ stattfand, die auch als Kalvarienberg oder Golgatha bekannt ist. Katholiken wie Protestanten übernehmen und bestätigen die Ausdrucksweise eines „gekreuzigten Gottes“. Mit Verwendung des Begriffes Gott in diesem Kontext muss man sich jedoch fragen: Wurde unser Vater im Himmel ebenso gekreuzigt? Ist der Vater unseres Herrn Jeschua (Jesus) auf diesem Planeten Erde gewandelt und hat er hier gewirkt?
Im Gegensatz zu den Ausführungen der etablierten Glaubenslehren und -bekenntnisse, gebraucht das Neue Testament eine andere Art Terminologie. Im Matthäusevangelium steht beispielsweise klar und deutlich, dass der Sohn Gottes gekreuzigt wurde (27,43.54). Auch der Evangelist Markus redet davon, dass der Sohn Gottes am Kreuz hing (15,39), nicht Gott. Interessanterweise wird gerade in den vier Evangelien die Bezeichnung Gott faktisch auf den Vater im Himmel bezogen, während der Herr Jeschua immer als Sohn Gottes benannt...
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