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Hamas ordnet Ende des Drachen-Terrors an

Der Druck aus Ägypten und die Befürchtungen vor einer israelischen Operation im Gazastreifen scheinen seine Wirkungen zu zeigen. Die Hamas soll Berichten zufolge heute ihre Mitglieder angewiesen haben, den Terror der Feuerdrachen und Ballons zu beenden.

Der Druck aus Ägypten und die Befürchtungen vor einer israelischen Operation im Gazastreifen scheinen seine Wirkungen zu zeigen. Die Hamas soll Berichten zufolge heute ihre Mitglieder angewiesen haben, den Terror der Feuerdrachen und Ballons zu beenden, der in den letzten drei Monaten zu mehren hundert Feuern im Grenzgebiet zum Gazastreifen geführt hatte.

Auch bemühe sich die Hamas, den Drachen-Terror außerhalb der Reihen der TerrorOrganisation zu stoppen. Die Hamas scheint kein Interesse an einer weiteren Eskalation der Situation zu haben. Nachdem gestern ein Helium-Ballon im Hof eines israelischen Kindergartens in unmittelbarer Nähe der Kinder runtergekomme war, schien der Beginn einer israelischen Offensive im Gazastreifen nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Der Befehl zum Ende des Drachenterrors ist also eine rein taktische Entscheidung und deutet keineswegs auf einen Wandel in der Denkweise der Hamas gegenüber Israel und ihrem Ziel, den jüdischen Staat zu vernichten.

Die Warnungen aus Ägypten vor einer israelischen Operation sowie die sich anbahnende Energiekrise im Gazastreifen, die durch die Schließung des Kerem Shalom Übergangs für Gas- Und Benzin-Lieferungen ausgelöst wurde, scheinen die Hamas überzeugt zu haben, dass ein Fortsetzen des Drachen-Terrors die Lage nur noch verschärfen wird.

Die Benzinpreise sind schon gestern im Gazastreifen sehr gestiegen und man nimmt an, dass es is morgen gar kein Benzin mehr geben wird.

Die Hamas möcht den Drachenterror allerdings nicht sofort vollständig beenden, sondern stufenweise. Ein sofortiges Ende würde in den Augen vieler wie eine Kapitulation vor Israel aussehen, sagte eine Quelle dem israelischen Nachrichtenportal Ynet.

Die Hamas hat ein weiteres Problem. Die Führung der Terror-Organisation im Ausland soll Berichten zufolge angekündigt haben, dass sie die sogenannten „Märsche der Rückkehr“ nicht weiter finanziell unterstützen könnten. Bis jetzt sollen diese schon mehrere zig Millionen Shekel gekostet haben.

Der Kerem Shalom Übergang soll allerdings trotz der letzten Entwicklung noch wie angekündigt bis Sonntag geschlossen bleiben. Damit möchte Israel signalisieren, dass es noch immer an einer Beruhigung der Lage interessiert sei, anstatt eine neue Runde der Gewalt zu beginnen.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Terror der Feuerdrachen und der Ballon wirklich bald der Vergangenheit angehören wird.

Archivbild: Ein Drachen aus dem Gazastreifen auf verbrannter Erde in Israel (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

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Patrick Callahan

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