Guten Morgen liebe Leser!
Es ist wieder etwas kühler geworden, aber alles ist relativ, das heißt, es ist weiterhin angenehm warm. Ich bin gespannt, ob wir heute oder morgen tatsächlich noch etwas Regen bekommen werden, sogar Gewitter wurden uns in Aussicht gestellt. Dabei haben wir schon Mitte Juni, in zehn Tagen ist Sommeranfang. Und der Regen hat sich noch immer nicht in die Sommerpause begeben.
Und wenn wir schon vom Sommer sprechen: Heute las ich in der Zeitung, dass die Sommerferien in diesem Jahr besonders lang ausfallen werden, da sowohl der sonst letzte Schultag, der 30. Juni, als auch der erste Schultag, der 1. September, auf einen Shabbat fallen. Das bedeutet zwei Tage mehr Sommerferien! Und die Schüler der Oberstufe beginnen ihre Ferien eh schon am 21.Juni. Allerdings gibt es für die Elf- und Zwölfklässler noch einige Abiturprüfungen, Aber ab Juli ist dann frei. Nicht alle Eltern sind glücklich mit diesen langen Ferien, denn sie haben natürlich nicht so viele Ferientage, so dass man sich um die ausreichende Beschäftigung besonders für die kleineren Kindern kümmern muss. Aber das ist ja nichts Neues. So oft wurde versucht, die Sommerferien zu kürzen, aber irgendwie scheint das nicht zu funktionieren.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Teilweise bewölkt mit einem deutlichen Rückgang der Temperaturen. Sharav, besonders in den Bergen und im Landesinneren. Am Vormittag kann es im Norden zu vereinzelten leichten Regenschauern kommen. In der kommenden Nacht vereinzelte Regenschauer im Norden und an der Küste. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 35 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 31 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.50 m unter dem Meeresspiegel.
Wie Sie sehen, hat Eilat nichts mit den Wettervorhersagen bezüglich des Regens oder der kühleren Temperaturen zu tun, dort herrscht der Sommer.
Gestern erreichte mich eine nette Meldung aus Sderot, der kleinen Stadt an der Grenze zum Gazastreifen, die wie keine andere Stadt im Land von Angriffen aus dem Gazastreifen zu leiden hat. Die Stadt wird heute für die Kinder von Sderot und den umliegenden Gemeinden einen Workshop veranstalten, einen „Drachenbau-Workshop“. Klingt eigenartig in einer Zeit, wo der Drachen von Terroristen aus dem Gazastreifen zu einer Waffe gegen Israel verwandelt wurde.
Nun möchte die Stadt Sderot den Kindern den Drachen als das präsentieren, was er eigentlich ist, ein Spielzeug. Der Drache soll zu seinem Ursprung zurückgebracht werden. Im Rahmen dieses Workshops, der heute Nachmittag stattfinden wird, werden die Kinder lernen, einen eigenen Drachen zu bauen. Jeder Drachen wird eine persönliche Botschaft erhalten, mit der er dann von den Kindern steigen gelassen wird. Während des Workshops werden den Kindern auch interessante Geschichten und Fakten über die Entwicklung des Drachens erzählt. Eine tolle Idee.
Es wäre schön, wenn auch die Kinder jenseits der Grenze mit dem Drachen spielen würden, anstatt ihn in eine Waffe des Terrors zu verwandeln. Wir wollen ruhige und friedliche Sommerferien, für die Kinder beider Seiten.
Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Motag und einen guten Start in die neue Arbeitswoche. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




