Guten Morgen liebe Leser!
Es ist heiß, sehr heiß, so heiß, dass wir die Klimaanlage in der Nacht anschalten mussten. Als ich dann heute früh meinen Sohn zur Schule fuhr, zeigte das Thermometer im im Auto schon 34 Grad! Heute soll der heißeste Tag diese Hitzewelle sein. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass wir eine Hitzewelle haben, bis gestern.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Sharav, sehr heiß und trocken, in den meisten Teilen des Landes. Möglichkeit von vereinzelten Regenschauern. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 33 Grad, Tel Aviv 36 Grad, Haifa 36 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 40 Grad, Beersheva 40 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.36 m unter dem Meeresspiegel.
Es ist wirklich sehr heiß heute, an vielen Orten werden heute sogar 40 Grad erwartet, hier bei uns in Modiin soll es “nur” 37 Grad warm werden.
Nicht so toll ist die Hitze für die Radsportler, die heute in Jerusalem den Giro d’Italia beginnen. Gegen 13:30 Uhr wird das nach der Tour de France bedeutendste Radrennen in Jerusalem gestartet werden. Schon seit gestern Abend wurden zahlreiche Straßen gesperrt. Gut, dass wir Freitag haben und nicht in der Redaktion sitzen, denn die Strecke führt direkt an unserem Redaktionsgebäude vorbei. Bei der Hitze mit dem Fahrrad zu fahren, da sitze ich heute doch lieber mit meiner Klimaanlage zuhause. Israel zeigt sich heue, was das Wetter betrifft, von seiner besten Seite. Zum Glück soll es ab morgen wieder etwas kühler werden. Die zweite Etappe führt morgen von Haifa nach Tel Aviv und am Sonntag geht es dann von Beersheva nach Eilat.
Gestern Abend wurden die Teilnehmer des Giro d’Italia vor dem jerusalemer Rathaus vorgestellt (Titelbild).Es ist wirklich viel los im Monat Mai. Heute das Radrennen und danach, am 14. Mai, warten wir alle auf die Eröffnung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem. Ich frage mich, ob Donald Trump tatsächlich kommen wird. Einen Tag davor feiern wir den Jerusalem-Tag, es sind nun schon 51 Jahre seit der Wiedervereinigung der Stadt. Gleichzeitig mit diesen erfreulichen Ereignissen müssen wir mit den Problemen am Gazastreifen und den Drohungen aus dem Iran fertigwerden. Ich muss zugeben, dass, wenn ich nicht selbst hier leben würde, ich sicher sehr besorgt sein würde. Von außen sieht alles etwas anders aus. Aber ich lebe hier und ich kann Ihnen sagen, dass ich mit nicht die geringsten Sorgen mache. Wir leben unseren ganz normalen Alltag.
Natürlich sind die jetzt fast täglichen Unruhen an der Grenze zum Gazastreifen eine Bedrohung, die ernst genommen werden muss. Dass ausgerechnet ein Drachen mit Feuer den Menschen dort jetzt so große Probleme bereitet, hätte vor einem Monat wohl niemand geglaubt. Gestern wurden damit die Abendnachrichten eröffnet. Dort wurde berichtet, dass man jetzt vielleicht mit bewaffneten Drohnen gegen diese harmlos aussehenden Drachen vorgehen und vielleicht auch schärfer auf jeden Versuch, israelische Felder in Brand zu stecken, reagieren werde. Auch heute soll, wie jeden Freitag seit sechs Wochen, der Marsch der Hamas auf den Grenzzaun stattfinden. Ich kann nur hoffen, dass die Bewohner des Gazastreifens langsam begreifen, dass es dabei nur Verlierer geben kann. Denn erreichen werden sie damit gar nichts. Sie werden von der Hamas nur ausgenutzt, auch als Schutzschilder, um Anschläge am Grenzzaun zu verüben. Solange der Hamas da ist, wird sich die Situation leider kaum verbessern und Israel wird sich weiter die einseitige Kritik aus dem Ausland gefallen lassen müssen. Auch mir ist das mittlerweile egal, was auf der Welt über uns gesagt wird.

Und nun beginnt das Wochenende. Ich werde mir später natürlich im Fernsehen den Start des Radrennens in Jerusalem anschauen und dazwischen auch die Nachrichten vom Gazastreifen. Ich hoffe, es wird ein ruhiges und angenehmes Wochenende werden. Und etwas kühler. Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Shabbat, machen Sie es gut.
Shabbat Shalom aus Modiin!
Dov




