Israel

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Israel Heute Morgen

Wir sind jetzt fast am Ende der Pessach-Woche. Ein paar Worte über die leeren Straßen, die Lust auf Brot, weitere Ausflugsziele für die Pessach-Woche, Gedanken über das Problem mit den Flüchtlingen und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Wir sind jetzt fast am Ende der Pessach-Woche. Eigentlich schade. Nicht, dass ich nicht gerne einmal wieder ein richtiges Brot essen würde, denn auf Dauer sind die Matzen eben nicht das optimalste, von den viel zu süßen Pessach-Keksen mal abgesehen, denen ich in dieser Woche viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Ja, es wird Zeit, wieder etwas in den Alltag zurückzukehren. Die leeren Straßen, nicht nur morgens, sind allerdings sehr nett. Berufsverkehr ist ein Fremdwort geworden, den gibt es nicht. So war ich gestern auf meiner Fahrt nachhause der einzige Fahrgast im Bus. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Der Fahrer hat mich dann fast genau vor die Haustür gefahren. VIP-Service.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis teilweise bewölkt mit einem deutlichen Anstieg der Temperaturen. Für die Jahreszeit überdurchschnittlich warm. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 26 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 31 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 32 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.425 m unter dem Meeresspiegel.

Zigtausende Israelis sind weiterhin im ganzen Land unterwegs. Auch der Ayalon-Kanada-Park gleich bei mir um die Ecke war noch am späten Nachmittag sehr gut besucht. Das heutige Titelfoto zeigt Radfahrer im Hula-Tal. Das Tal gilt als eines der besten Vogelbeobachtungsplätze auf der Welt. Denn im Herbst und Frühling ziehen mehr als 500 Millionen Vögel durch das Tal. Es gibt dort Wanderwege, man kann eine Fahrradtour machen oder an einer “Safari” im Traktor teilnehmen. Oder einfach die beeindruckende Natur genießen.

In den Nachrichten sprach man gestern viel über das Hin und Her bezüglich der Asylsuchenden (Artikel), die illegal aus Afrika über Ägypten nach Israel gekommen waren. In den Medienberichten bekommen sie die verschiedensten Namen, illegale Einwanderer, illegale Eindringlinge, Arbeitsflüchtlinge (Wirtschaftsflüchtlinge), Asylsuchende, was auch immer. Ich habe mich oft gefragt, warum Israel besonders in Europa so wegen seiner “Flüchtlingspolitik” kritisiert wurde. Ich habe den Eindruck bekommen, dass die Millionen Flüchtlinge gerade in Deutschland nicht unbedingt gerne gesehen werden. In Israel hat man nach einem Weg gesucht, illegal nach Israel eingedrungene “Flüchtlinge”, die nicht den Kriterien eines Flüchtlings entsprechen, aus dem Land zu bringen. Nachdem Ruanda als sogenanntes Drittland das Abkommen mit Israel abgesagt hatte, nachdem Druck seitens der Europäer und auch linksgerichteter israelischer Organisationen ausgeübt worden war. Auch das Abkommen mit der UNO wurde kritisiert und Netanjahu musste, nach der feierlichen Verkündung einer Lösung, der UNO eine Absage erteilen, Denn hier in Israel war man gar nicht glücklich damit. Nun sind wir wieder am Anfang der Geschichte angelangt. In Israel befinden sich fast 40.000 illegale “Einwanderer”, oder wie ich sie nennen soll. Welche Lösung man auch finden würde, sie würde vor dem Obersten Gericht nicht standhalten, wurde gestern gesagt. Nun denkt man darüber nach, das Lager in Cholot wieder in Betrieb zu nehmen. Denn Netanjahu hat gestern den Bürgern der südlichen Stadtteile von Tel Aviv versprochen, die Flüchtlinge aus Tel Aviv zu bringen. Es ist ein Dilemma. Ich verstehe ja, dass es nicht schön ist, mit Menschen zu spielen, sie hin und her zu schieben. Man muss die Würde des Menschen bewahren, das ist klar. Aber das mit den Flüchtlingen auch die Kriminalitätsrate im Süden Tel Avivs zugenommen hat, ist eine Tatsache. Ausgerechnet zu Pessach, wo wir den Weg in die Freiheit aus der Sklaverei feiern, müssen wir uns mit dem Schicksal dieser menschen befassen. Ich habe keine Idee, wie das Problem gelöst werden kann.

Süd-Tel Aviv (Foto: Miriam Alster/Flash90)

Und nun wünsche ich Ihnen trotz der Probleme einen angenehmen Mittwoch. Heir in der Redaktion arbeiten wir sehr intensiv an der neuen Ausgabe von Israel Heute, die noch vor dem Unabhängigkeitstag bei unseren Lesern im Briefkasten landen sollen. Machen SIe es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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