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Israels Zukunft: Heiter oder bewölkt?

Unter allen Völkern der Welt ist Israel das einzige, dessen Existenzberechtigung von moralisch einwandfreiem Verhalten abhängig scheint. Das ist ein eigenartiges Phänomen, wenn man die Geschichte von Ländern wie Deutschland, der Türkei, Syrien, Ruanda oder Kambodschas bedenkt.

Video: Trailer „Juden, zum dritten Mal“

Unter allen Völkern der Welt ist Israel das einzige, dessen Existenzberechtigung von moralisch einwandfreiem Verhalten abhängig scheint. Das ist ein eigenartiges Phänomen, wenn man die Geschichte von Ländern wie Deutschland, der Türkei, Syrien, Ruanda oder Kambodschas bedenkt.

Die Frage nach Israels Legitimität und seiner Zukunft ist mittlerweile ein eigenes akademisches Feld geworden. Ein ganzes Genre an Filmen und Büchern widmet sich diesem Thema. Als erste seriöse Forschung über Israels Zukunft veröffentlichten 2009 die belgisch-jüdischen Autoren Richard Laub und Olivier Boruchowitch „Israel – Un Avenir Compromis (Israel – Eine gefährdete Zukunft). Die Autoren ignorieren, ganz wie es die Wissenschaft verlangt, metaphysische Fragen. Sie beobachten, dass Israel trotz eines zunehmenden irrationalen Antisemitismus, regionaler Instabilität und mangelnder innerer Einheit überraschenderweise überlebt hat.

Aber sie schreiben auch: „Die Art und Weise, wie der israelisch-palästinensische Konflikt wahrgenommen wird, lässt starke Zweifel an Israels Existenzrecht aufkommen.“ Irans Atomprogramm und seine antiisraelische Propaganda reichen aus, um beiden Autoren die Hoffnung für Israel zu rauben. Das Ziel der islamischen Republik, Israel zu zerstören, passt sehr gut zu dem Diskurs im Westen, der Israel als Schurkenstaat sieht, schreiben sie weiter. Israel könne vor dem Hintergrund der westlichen Gleichgültigkeit und der realen existenziellen Bedrohung nicht erwarten, sich lange zu halten.

Während Laub und Boruchowitch vor allem den verzerrten Sinn für Moral im Westen und der moslemischen Welt behandeln, sorgt sich der einflussreiche Journalist Rino Tzror über Israels eigene moralische Fehler, die dem Land Probleme bereiten werden. In seinem apokalyptischen Film „Jews, Third Time (Juden, zum dritten Mal), argumentiert Tzror, dass die Vergangenheit die Zukunft aufzeige, und er kommt zum tragischen Schluss, dass Israel dem genau gleichen Muster folgt, das bereits zwei Mal zu seinem Untergang geführt hat: Nach Salomo und nach der Zerstörung der hasmonäischen Dynastie – beide Königreiche waren über internen Streit gestürzt. Tzror meint, innerer Zwist werde auch das „dritte jüdische Königreich“ zu Fall bringen…

Den vollständigen Artikel finden Sie in der aktuellen Februar-Ausgabe von Israel Heute!

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(Foto: Aus dem Film: „Juden, zum dritten Mal“)

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Patrick Callahan

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