Ein jüdischer Extremist, der im Jahr 2015 die Brotvermehrungskirche am Ufer des See Genezareth in Brand gesteckt hatte, ist zu einer vierjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Bild: Yinon Reuveni während der Urteilsverkündung im Bezirksgericht von Nazareth, gestern (Foto: Basel Awidat/Flash90)
Das Bezirksgericht von Nazareth hat den Brandstifter Yinon Reuveni außerdem zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Shekeln (12.000 Euro) verurteilt.
Die Staatsanwaltschaft hatte für Reuveni eine Haftstrafe von neun Jahren gefordert, um ein Exempel zu statuieren und damit weitere Angriffe gegen christliche Einrichtungen zu verhindern.
Der Rechtsanwalt des Angeklagten, Itamar Ben-Gvir, beschwerte sich, dass auch die vierjährige Haftstrafe viel zu hoch angesetzt sei, in Anbetracht der Tatsache, dass arabische Moslems, die Synagogen in Brand gesteckt hatten, nur für zwei Jahre ins Gefängnis mussten.
Vor einiger Zeit äußerte sagte der israelische Staatspräsident Reuven bei der Widereröffnung der Brotvermehrungskirche:
„Wir stehen hinter der Freiheit der Religionsausübung, weil wir als Volk sehr gut wissen, was es bedeutet, unter religiöser Verfolgung zu leiden. Wir stehen hinter der Religionsfreiheit, weil wir ein demokratischer Staat sind, der an das Recht eines jeden glaubt, Gott nach seinem Glauben zu dienen.
Das letzte Mal, als ich hier war, standen wir zusammen uns blickten auf die verbrannten Mauern und den fürchterlichen Graffitis. Heute besuche ich den Platz wieder und sehe die Erneuerung dieses historischen, besonderen und heiligen Ortes.. Ich möchte allen, die so hart an der Renovierung dieser Stätte gearbeitet haben, meinen Dank aussprechen und klar sagen: Das Hass kann nicht gewinnen.“
Die Wiedereröffnung der Kirche am 12. Februar 2017.




