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Israel Heute Morgen

Ich mag keine überfüllten Busse, daher habe ich heute schon den Bus um kurz nach 6 Uhr genommen. Ein paar Worte über zu wenig Regen und ein weiteres Trockenjahr im Norden des Landes, die Veranstaltung „Einstein auf der Gaza-Straße“ mit Vorträgen und Musik in Cafes und Geschäften in Jerusalem und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!
Ich mag keine überfüllten Busse, daher habe ich heute schon den Bus um kurz nach 6 Uhr genommen. Ich hatte nicht nur einen bequemen Sitzplatz, sondern war auch schon nach nur etwa 25 Minuten in Jerusalem, ohne Staus, denn die gibt es zu der Zeit noch nicht. Ich werde mich ab jetzt bemühen, immer den früheren Bus nach Jerusalem zu nehmen. Und nun zum Wetter. Der Himmel ist blau, die Luft angenehm kühl und erfrischend. So könnte es gerne bleiben.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis teilweise bewölkt mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 21 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 29 Grad, am Toten Meer 29 Grad, Eilat am Roten Meer 28 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.285 m unter dem Meeresspiegel.

Aber so schön das momentane Wetter auch ist, es fehlt der Regen. Das, was bis jetzt vom Himmel runtergekommen ist, ist einfach nicht genug für diese Zeit. Wir haben schon fast Mitte November, aber vom Winter oder Herbst keine Spur. Wegen der fehlenden oder nicht ausreichenden Regenfälle wurde auch dieses Jahr, das fünfte in Folge, im Norden des Landes zu einem Trockenjahr erklärt, “Shnat Batzoret” heisst das auf Hebräisch. Warum muss man ein Trockenjahr extra offiziell erklären? Damit die Landwirte vom Staat Entschädigungszahlungen erhalten können für die schlechte oder sogar verpasste Ernte. Heute früh hörte ich im Radio einen Bericht über die Notlage der Landwirte im Norden des Landes, in Galiläa. Dort sehnt man sich nach anständigen Regen, der einfach nicht kommen will. Für uns Bürger ist es mittlerweile egal, ob es regnet oder nicht, denn wir bekommen unser Trinkwasser aus den Meerwasserentsalzungsanlagen (das Wasser ist sehr gut und überhaupt nicht salzig), aber die Landwirtschaft ist auf das Regenwasser angewiesen.

Wie schlimm die Lage im Norden ist, zeigt dieser Bericht von der Facebookseite von Ynet (der Zeitung Jediot Achronot). Das Bild zeigt die Quelle Ein Nun am Genezareth See, links, wie sie einmal war und rechts, wie sie heute aussieht. Sie ist vertrocknet. Sehr traurig. Ich sollte nicht mehr so begeistert sein, wenn der Himmel blau ist und die Sonne scheint, wir wollen endlich so richtig starken Regen haben.

In Israel begann vor kurzem das neue akademische Jahr, die Universitäten und Hochschulen haben mit den Vorlesungen begonnen. Seit nun sieben Jahren ist es hier in Jerusalem zur Tradition geworden, den Beginn des Studienjahres mit einer in meinen Augen wunderbaren Veranstaltung zu beginnen. Dieses Ereignis hat den Namen „Einstein auf Gaza“, wobei mit Gaza die Gaza-Straße im Stadtteil Rehavia gemeint ist, diese Straße gilt als die „Straße der Studenten“ in Jerusalem. Es gibt dort mehrere Cafes und Restaurants und einige Geschäfte. Rehavia ist eines der ältesten Stadtteile des neuen Jerusalems. Auch ich hatte als Student dort in der Nähe in einem Zimmer gewohnt. Aber zurück zu „Einstein auf Gaza“. Am letzten Freitag verließen viele Professoren wieder die Hörräume der Hebräischen Universität und kamen in Cafes und Geschäfte der Gaza-Straße, wo sie Vorlesungen über die verschiedensten Themen für die Bürger der Stadt hielten.

”Einstein auf Gaza” – Die Gaza-Straße in Jerusalem am letzten Freitag (Fotos: Nati Shohat/Flash90)

Neben den zahlreichen Vorlesungen gab es auch musikalische Unterhaltung. Ein gelungener Freitag Nachmittag in Jerusalem. Bei Ihrem nächsten Besuch in Jerusalem sollten Sie unbedingt auch mal durch die Gaza-Straße und den Stadtteil Rehavia gehen. Das wäre mal ein neues Ziel eines gemeinsamen Spaziergangs, oder?

Und jetzt noch kurz die Schlagzeilen des heutigen Tages: Die Berichte über die Vernehmung von zwei Vertrauten von Ministerpräsident Netanjahu in Bezug auf die Akte 3000 (U-Boote aus Deutschland) ist wohl auch heute DAS Thema Nummer eins. Danach kommen Berichte über die Forderungen der Bewohner von Judäa und Samaria für mehr Sicherheit, für Umgehungsstraßen und bessere Abdeckung des Cellular-Netzes und der Besuch unseres Präsidenten in Spanien, worüber wir ja schon gestern berichteten.

Titelseite der heutigen Tageszeitungen – Nur die Netanjahu nahestehende Zeitung “Israel Hayom” (links) hat die Meldung über die U-Boot-Affäre nicht an erster Stelle, stattdessen berichtet sie über Probleme im Gesundheitswesen.

Hier in der Redaktion sind wir schon wieder sehr intensiv mit der Vorbereitung der neuen Ausgabe unseres Israel-Heute Magazins beschäftigt, denn in einigen Tagen muss es druckfertig sein. Wie schnell die Zeit vergeht. Daher verabschiede ich mich jetzt und wünsche Ihnen einen angenehmen und erfüllten Dienstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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Patrick Callahan

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