(JNS) Der israelische Luftangriff vom 18. August auf den Militärflugplatz Abu al-Duhur in der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib, unweit der türkischen Grenze, sollte nicht nur als eine weitere Episode in den zunehmend angespannten Beziehungen zwischen Israel und der Türkei betrachtet werden. Er warf eine weitaus wichtigere Frage hinsichtlich des Staates auf, den der neue syrische Präsident Ahmed al-Sharaa aufbaut.
Israelische Regierungsvertreter erklärten, der Angriff sei auf Geheimdienstinformationen zurückzuführen, wonach die Türkei die Stationierung von Militärpersonal, Radar- und Luftabwehrsystemen auf dem Stützpunkt vorbereitet habe. Ankara und Damaskus bestritten, dass eine dauerhafte türkische Stationierung geplant sei, obwohl syrische Regierungsvertreter einräumten, dass eine türkische Delegation die Anlage kurz vor dem Angriff besucht hatte.
Der Streit darüber, was genau die Türkei in Abu al-Duhur stationieren wollte, wird weitergehen. Doch die übergeordnete Entwicklung ist bereits klar: Der militärische Wiederaufbau Syriens geht über Reden, Zeremonien und neue Uniformen hinaus. Luftwaffenstützpunkte werden saniert, die militärische Zusammenarbeit mit dem Ausland wird ausgebaut und die Grundlagen einer neuen syrischen Militärarchitektur nehmen Gestalt an.
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