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Neuer deutscher Botschafter beginnt seine Amtszeit in Yad Vashem

Alexander Lambsdorff setzt mit seinem ersten offiziellen Termin in Israel ein deutliches Zeichen für Deutschlands historische Verantwortung gegenüber dem jüdischen Volk.

Der neue deutsche Botschafter in Israel, Alexander Lambsdorff (l.), trifft den Vorsitzenden von Yad Vashem, Dani Dayan, zu Beginn seiner Amtszeit in Israel. Foto: Deutsche Botschaft Tel Aviv.

Der neue deutsche Botschafter in Israel, Alexander Lambsdorff, hat seine Amtszeit mit einem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem begonnen. Es war sein erster offizieller Termin nach seiner Ankunft in Israel und zugleich ein symbolträchtiger Auftakt seiner Mission. Mit diesem Besuch unterstrich der Diplomat die besondere Verantwortung Deutschlands gegenüber dem jüdischen Volk und dem Staat Israel.


Nach dem Rundgang durch die Gedenkstätte traf Lambsdorff den Vorsitzenden von Yad Vashem, Dani Dayan. Anschließend erklärte der Botschafter auf der Plattform X, der Besuch erinnere ihn an die besondere Verantwortung Deutschlands, die sich aus der nationalsozialistischen Vergangenheit für die Zukunft des Landes sowie für die Beziehungen zu Israel und dem jüdischen Volk ergebe. Zugleich betonte er, die enge Zusammenarbeit mit Yad Vashem fortsetzen zu wollen.

Bereits kurz vor seinem Amtsantritt hatte sich Lambsdorff in einer Videobotschaft an die Menschen in Israel gewandt. Darin bezeichnete er seine Ernennung als große Ehre und hob die außergewöhnlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel hervor. Diese seien zwar von einer schmerzhaften Geschichte geprägt, hätten sich jedoch zu einer engen und vertrauensvollen Partnerschaft entwickelt. Es sei sein Ziel, diese Beziehungen weiter zu vertiefen.


Der 59-jährige FDP-Politiker verfügt über langjährige außenpolitische Erfahrung. Von 2023 bis 2026 war er deutscher Botschafter in Russland. Zuvor gehörte er sowohl dem Deutschen Bundestag als auch dem Europäischen Parlament an. In Israel tritt er die Nachfolge von Steffen Seibert an, der die deutsche Botschaft in Tel Aviv vier Jahre lang leitete.

Erinnerung als Grundlage der Partnerschaft

Dass Lambsdorff seinen ersten offiziellen Termin ausgerechnet in Yad Vashem absolvierte, fügt sich in die Linie der neuen Bundesregierung ein. Anfang Juli hatte Außenminister Johann Wadephul bei seinem Besuch in Jerusalem gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Sa’ar eine Vereinbarung zur weiteren Unterstützung der Holocaust-Gedenkstätte unterzeichnet.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts wird Deutschland seine Förderung von Yad Vashem bis 2030 auf jährlich fünf Millionen Euro erhöhen. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen Forschung, Dokumentation sowie Bildungs- und Erinnerungsarbeit weiter ausgebaut werden. Die Bundesregierung betonte, Deutschland erkenne seine fortdauernde Verantwortung für die Schoah und deren Folgen an. Gerade in einer Zeit, in der die Zahl der Zeitzeugen stetig abnimmt, komme der Arbeit von Yad Vashem eine besondere Bedeutung zu.

Der Amtsantritt Lambsdorffs fällt in eine Phase enger deutsch-israelischer Zusammenarbeit. Neben sicherheitspolitischen, politischen und wirtschaftlichen Fragen bleibt die Erinnerung an den Holocaust ein zentraler Pfeiler der besonderen Beziehungen zwischen beiden Staaten. Mit seinem ersten offiziellen Termin in Yad Vashem machte der neue Botschafter deutlich, dass dieses historische Fundament auch künftig den Ausgangspunkt der deutsch-israelischen Partnerschaft bilden soll.

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Patrick Callahan

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