(JNS) Kriege werden nicht immer durch die Zerstörung von Armeen gewonnen. Manchmal werden sie dadurch gewonnen, dass einem Regime die Fähigkeit genommen wird, zu regieren.
Die verfügbaren Anhaltspunkte deuten darauf hin, dass die Vereinigten Staaten – sofern das berichtete Operationsmuster die tatsächliche Lage widerspiegelt – in eine neue Phase ihres Feldzugs gegen die Islamische Republik eingetreten sind. Das Ziel beschränkt sich nicht länger darauf, Irans militärische Fähigkeiten zu schwächen; vielmehr scheint der Schwerpunkt zunehmend darauf zu liegen, die Fähigkeit des Regimes zu untergraben, zu regieren, die Logistik aufrechtzuerhalten und seine Kriegsanstrengungen zu finanzieren.
Die breitere Auswahl der Ziele, darunter Brücken, Häfen, Strominfrastruktur und Verkehrsnetze, signalisiert den Übergang von einer konventionellen Militärkampagne zu einer umfassenderen strategischen Anstrengung, die darauf abzielt, die Funktionsfähigkeit des gesamten Staates zu stören.
Aus nachrichtendienstlicher Sicht deutet die sich verändernde Zielauswahl darauf hin, dass Washington den Schwerpunkt des Regimes neu definiert hat. Raketenstützpunkte und Kommandoeinrichtungen der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) bleiben zwar wichtig, sind jedoch nicht länger die einzige Priorität....
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